Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

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Schmitt567
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Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von Schmitt567 » 10.09.2019, 17:03

Hallo,

Da ich hier neu im Forum bin, möchte ich meinen Bus und mich kurz vorstellen.
Meine Name ist Kilian, ich bin 30 Jahre alt und seit kurzem im Besitz eines VW Bus T3 Multivan LLE (JX-Motor, BJ 1992). Der Bus gehört meinen Eltern und nachdem der Motor vor 4 Jahren aufgrund Ölmangel einen Totalschaden erlitten hat und seit 2015 in einer Halle steht, hab ich mich vor einem Jahr dazu entschieden den Bus wieder aufzubauen. Nachdem der Motor nun komplett entfernt wurde und ich mit der Rostentfernung beginnen wollte, bin ich (nicht unerwartet) von einigen Roststellen überrumpelt worden, deren Ausmaß nicht unerheblich ist bzw. deutlich schlimmer als meine erste Einschätzung.
Seitdem stellt sich mir die Frage (wie so vielen anderern hier schon im Forum) ob ein Wiederaufbau bzw. Restaurierung bei dem Zustand des Unterbodens überhaupt noch Sinn macht.
Vorweg, der Aufbau soll mehr oder weniger in Eigenregie erfolgen, alles rund um den Motor kann selbst gemacht werden. Rostentfernung und das Rausschneiden von Blechen kann auch selbst erledigt werden. Neue Bleche einschweißen und lackieren müsste extern gemacht werden... falls ich keinen finde, der mir hierbei helfen könnte.

Bevor ich überhaupt mit dem Projekt weitermache und weiterhin Geld und Zeit in die Hand nehme, würde ich mich über eine Einschätzung zu dem aktuellen Zustand des Unterbodens freuen... Definitiv sind ein paar Stellen in einem sehr schlechten Zustand d.h. durchgerostet, die grundsätzliche Frage, die sich mir gerade stellt ist, ob der Rest an einigen Stellen so weit fortgeschritten ist, die grundsätzlich gegen eine Wiederaufbau unter verträglichen Zeit- und Kostenaufwand sprechen.
Äußerlich steht der Bus relativ gut da, die typischen Stellen wie Scheibenrahmen, Fugen um den Tankeinfüllstutzen, etc. wurden schon mal aufbereitet.

Danke schon mal im Voraus, weitere Bilder kann ich sehr gerne noch hochladen.

Da der Bus erst 2022 zum Oldtimer wird, habe ich (noch) keinen Zeitdruck und jederzeit die Möglichkeit nach belieben an dem Projekt weiterzuarbeiten. Ich bin gerne Bereit Geld und Zeit in die Hand zunehmen, der Bus soll in Eigenbesitz verbleiben und in Zukunft nur im Sommer bewegt werden.
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von Oliver_e30 » 10.09.2019, 17:20

da ist aber schon einiges zu machen.

Problematisch sind die Träger, das sieht zum Teil gar nicht gut aus. Vorne die eine Seite....
B-Säulen beide unten, wahrscheinlich inkl Innen die Träger, Schweller, unten an den C-Säulen inkl der Träger,
Im Motorraum ist da dagegen vieles mehr für die Optik, bis auch hier wo die Teile des Rahmen betroffen sind.

Für einen Hobbyschrauber ist das ein hüstel, großes Projekt, Werkstatt unbezahlbar.

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von TottiP » 10.09.2019, 18:22

Wirtschaftlich Unsinn außer es ist LLE0001 vielleicht.
Eine andere Karosse wäre einfacher&billiger, wenn es der Familienkahn unbedingt sein soll ist es machbar.
Gruß, Totti
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von puckel0114 » 10.09.2019, 18:36

Machbar ist alles, in den steckst du aber 20- 30000€, wenn du alles machen lässt.
Gruß aus Bielefeld
Volkmar

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von Bluestarschorsch » 10.09.2019, 19:17

Moin moin,

ich kann das gut nachvollziehen, ich habe auch 2002 den Bus meiner Eltern übernommen.
Aber ein Spaß wird das nicht werden und eigentlich lohnt die Karosse nicht mehr...

Viele Grüße,
Georg

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von p40p40 » 10.09.2019, 19:26

Schmitt567 hat geschrieben:
10.09.2019, 17:03
Hallo,

Meine Name ist Kilian, ich bin 30 Jahre alt
Vorweg, der Aufbau soll mehr oder weniger in Eigenregie erfolgen, alles rund um den Motor kann selbst gemacht werden. Rostentfernung und das Rausschneiden von Blechen kann auch selbst erledigt werden. Neue Bleche einschweißen und lackieren müsste extern gemacht werden... falls ich keinen finde, der mir hierbei helfen könnte.
Hallo Kilian da ist einiges zu machen und es wird dauern , da verliert schon so mancher mal die Lust .
Meine Frage ist : Wo kannst du Arbeiten ? Wie sieht deine Werkstatt aus ? Kann der Bus über länger Zeit da stehen bleiben ? Geht auch was im Winter ?
Sonstige Räumlichkeiten Lager für Teile ? Man glaubt gar nicht wenn man eine Bus zerlegt was man Platz braucht um es einzulagern !
Ich habe mir als ich das angefangen habe erst mal so eine Hydraulische Hebebühne für 1200€ gekauft . Da geht einige leichter und ist auch für später noch nutzbar . Mein erstes Auto hat 500DM gekostet das Schutzgasschweisgerät dazu 1800DM das habe ich aber noch Heute .
Habe mir gerade mit meinen Sohn ein Cabriolet hergerichtet auch wieder für 500€ gekauft , da kam es wieder zum Einsatz .
Wenn du dich dafür interessierst kann man alles lernen . Ich würde lieber in eine gute Ausstattung investieren und so viel wie möglich selber machen.
Wenn du schreibst wo du wohnst findet sich vielleicht jemand .
Ich z.b. habe mit Karosseriearbeiten keine Probleme dafür kenne ich mich mit Motoren nicht besonders gut aus ! Und da wird es mehrere geben .
LG Markus
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caravelle c
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von caravelle c » 10.09.2019, 19:30

Kauf Dir ein gescheites Schweißgerät, und belege ein paar Kurse in Karossierschweißen. Vielleicht gibt es da bei Dir in der Nähe jemanden, der sowas anbietet.

Machen lassen ist keine Option, da Du erst mal jemanden finden müsstest, der auf so ein Projekt Lust hat! Selbst bei dem genannten Kostenrahmen von 20.000€ bis 30.000€, wird sich schwer jemand auftreiben lassen, der dass dann auch machen möchte.
Ein Karosseriebauer und Lackierer verdient wesentlich leichter sein Geld mit dem Beheben von zerkratzten Türen und Frontschürzen bei jungen Leasingautos, als mit einer 30 Jahre alten VW Bus Leiche.

Schmitt567
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von Schmitt567 » 10.09.2019, 21:22

Hallo,

Schon mal vielen Dank für die aufschlussreichen Antworten :-)

Vornweg ist zu sagen, dass eigentlich alle Arbeiten in Eigenregie erfolgen sollen. Nur wenn es absolut nicht möglich ist, würde ich arbeiten bei einem Karosserie-Spezialisten vor Ort machen lassen. Weiterhin gibt's auch Bekannte/Freunde, die Erfahrung im Bereich schweißen haben, da könnte man auf deren Erfahrung oder Hilfe das ein oder andere mal natürlich auch zurückgreifen.

Kurzes Feedback zu den offenen Fragen:

- Platz ist kein Problem, da ich am Elternhaus eine große Halle habe, in der der Bus durchgängig stehen bleiben kann.
- Hebebühne wird auf jeden Fall angeschafft, wenn das Projekt fortgesetzt wird.
- Im Winter kann dort auch gearbeitet werden, Halle kann bei Bedarf auch beheizt werden
- Schweißgerät habe ich selber keins, könnte aber bei Bedarf ausgeliehen werden, wenn es an das Einschweißen der Bleche geht. Wenn ich Glück habe, finde ich auch jemanden aus dem Bekanntenkreis, der dies übernehmen könnte.
- Sonstige technische Geräte und Werkzeug ist auf jeden Fall vorhanden

Vl. noch zur paar Worte zu dem Ziel der ganzen Sachen:

Primär geht es mir nicht darum den Bus wieder auf Top-Niveau zu bringen. Die Nutzung sollte in Zukunft nur im Sommer erfolgen, Winter wird komplett vermieden und der Bus wird fast durchgängig im Trockenen bei Nichtgebrauch stehen.
Wenn ein neuer Motor aufgebaut wird, dann sollte die Karosserie in dem Zustand sein, dass mit erträglichen Aufwand der Bus noch für ein paar Jahre (so um die 10 :-) ) durch den TÜV kommt...d.h. die Karosserie sollte so gut aufgearbeitet werden, dass in der Zeit übermäßig viele weitere Arbeiten an der Karosserie vermieden werden können.

Die grundsätzliche Frage, die sich mir gerade stellt ist, wie die weitere Vorgehensweise dazu ist.
Ich denke, ich werde nicht darum kommen, erstmal alle Anbauteile, die sich am Unterboden befinden abzuschrauben? Weiterhin wird wahrscheinlich auch der Innenraum bis auf die mehr oder weniger blanke Karosserie entrümpelt werden müssen?

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von classick » 10.09.2019, 21:52

Warum sehen die LLE eigentlich oft so dermaßen rostig untern rum aus? :gr
Naja, egal. Aufe jeden Fall ein sehr großer Brocken Arbeit mit großem finanziellen Aufwand, wenn es denn auch noch gut werden soll. Im Grunde muss das ganze Auto hierzu komplett demontiert werden und das große Fass aufgemacht werden. Anders wäre es meiner Meinung nach nur Geldverschwendung. Du wirst dich wundern was da wahrscheinlich alles noch zum Vorschein kommt! Rost ist ja noch lange nicht alles was gemacht werden muss. Ich persönlich würde dass nur machen wenn es aus persönlichen Gründen wichtig ist bezüglich Familienauto etc. oder es unbedingt ein LLE sein muss.
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von puckel0114 » 10.09.2019, 22:08

Alles am Unterboden ab und dann sandstrahlen.
Dann Bestandsaufnahme und schauen was über bleibt.
Ich schätze, nicht viel.

Und unterschätze die Blecharbeiten nicht.
Das ist nicht „mal eben“ gemacht.
Gruß aus Bielefeld
Volkmar

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von PatrickausKiel » 10.09.2019, 22:39

Allein das Eis- und Sandstrahlen kostet wahrscheinlich zwei Scheine. Und dann ist der Wagen untenrum sauber, aber immer noch tot. Wie sieht die Karosse obenrum aus? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das besser ist. Das Ding ist ein Fass ohne Boden, dich da zu ermutigen, wäre schon fahrlässig.
Bei der Technik dito: Die Hinterachse zum Beispiel kann komplett in die Tonne, Kostenpunkt für zwei Schwingen, Federn, Dämpfer, Bremsen = 1000,-€ + X...

Bitte nicht übel nehmen, keiner hier meint das böse.
Möchtest Du den Rat des Forums oder jemanden, der Deine Zweifel zerstreut?

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von Gecko7 » 11.09.2019, 06:07

classick hat geschrieben:
10.09.2019, 21:52
Warum sehen die LLE eigentlich oft so dermaßen rostig untern rum aus? :gr
Genau das hab ich mich bei den Bildern auch gefragt? Stand das Fahrzeug sein Autoleben evtl. immer auf einer Wiese geparkt? Warum sind manche Fahrzeuge so derart mehr verrostet, als der normale Durchschnitts T3?

Umgedeht gibts ja beim T3 auch: oben rum Katastrophe, aber Unterboden, Achsen und Technik nach über 30Jahren erstaunlich gut.

Das Fahrzeug vom Themenersteller erfordert jedenfalls viel Durchhaltevermögen.
Ohne das strahlen zu lassen ists sinnvoll nicht machbar.

Zerlegt werden muss er aber so und so, das kann man gefahrlos machen und gewöhnt sich so gleich schonmal an die widerspenstigen Arbeiten :cafe

Gruß Chris
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von TottiP » 11.09.2019, 06:21

classick hat geschrieben:
10.09.2019, 21:52
Warum sehen die LLE eigentlich oft so dermaßen rostig untern rum aus? :gr

Weil in Österreich die Verarbeitung der Rohkarossen nicht den Standard vom Werk Hannover erreichte. Da waren allein im Aufbau 2500 Unikate, mal mit mehr, mal mit weniger und gerne auch mal gänzlich ohne Konservierung. Darum wäre der letzte Bus auf meiner Wunschliste ein LLE. Warum - keine Ahnung. Bei den Syncros hat es ja auch recht gut funktioniert :kp
Gruß, Totti
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von Alexander » 11.09.2019, 07:53

TottiP hat geschrieben:
11.09.2019, 06:21
classick hat geschrieben:
10.09.2019, 21:52
Warum sehen die LLE eigentlich oft so dermaßen rostig untern rum aus? :gr
Weil in Österreich die Verarbeitung der Rohkarossen nicht den Standard vom Werk Hannover erreichte.
Moin,
zusätzlich tippe ich noch auf viel Winterbetrieb in salzreicher Gegend (oder ein Auto von der Küste bzw. Surfer die immer direkt auf dem Strand parken müssen) und nach dem Winter dann niemals eine ordentliche Unterbodenwäsche gemacht. Dann kann das Salz schon 26 Jahre vor sich hin fressen.
Der Rost im Motorraum kommt hauptsächlich vom fahren ohne Windel.

Aus meiner Sicht ist der Schrott.
Mein Tipp:
Komplette Inneneinrichtung ausbauen, dann wahrscheinlich feststellen, dass da noch deutlich mehr Rost ist als zur Zeit sichtbar, und dann einen anderen Fensterbus nehmen und die Inneneinrichtung dort wieder einbauen.
Viele Grüße,
Alexander

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von Schmitt567 » 11.09.2019, 10:28

Anbei noch ein paar Bilder vom äußeren Zustand:

Der äußere Zustand ist meiner Meinung nach dem Alter entsprechend gut, die ganzen Fugen wurden schon erneuert. Man sieht zwar, dass es wieder leicht anfängt zu rosten (Blasenbildung), sieht aber noch nicht extrem kritisch aus.
Wie ist eure Meinung dazu?

Zur Nutzung an sich ist zu sagen, dass der Bus relativ viel rumgereicht wurde und auch öfters ordentlich bepackt gefahren wurde, von schonender Behandlung kann man leider nicht reden ;-)
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von metallikart » 11.09.2019, 10:41

Solange die Beplankung da dran ist sieht man ja nüscht.

Kuchenfuge? Prallelement?
Und "Die Fugen wurden schon mal erneuert" ist ein sehr dehnbarer Begriff.

Nach dem Unterboden und den Wagenheberaufnahmen zu urteilen, würde ich eigentlich auch von einem wirtschaftlich lohnenden Heimwerkerprojekt abraten. Da musst du schon Blech- und schweißmäßig sehr gut sein.

Gruss, Christian

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von Schmitt567 » 11.09.2019, 10:57

Vl. nochmal vorweg die Frage:
Wenn ich mich dazu entscheiden würde nicht weiter zu machen mit diesem Projekt, würdet ihr den Bus am Stück verkaufen oder schlachten und alle Teile soweit es geht einzeln verkaufen? Die Motorteile sind auf jeden Fall schon alle abgebaut und soweit es geht aufgereinigt. Finanziell wäre wahrscheinlich das schlachten interessanter, auch wenn es den entsprechenden Aufwand nach sich zieht?

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von BUSbahnhof » 11.09.2019, 11:45

Leider wäre das Schlachten da sinnvoller ja.
Auch wenn es immer ärgerlich ist das wieder einer weniger existiert.

"Die Fugen wurden schonmal erneuert" das glaube ich nicht. Die Fugen ergeben sich immer aus zwei aneinander liegenden Blechen. Dazu hätte also schon viel geschweißt werden müssen.

Unter den Beplankungen wird es auch nicht besser aussehen.
Bullige Grüße vom Micky
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von andovic » 11.09.2019, 11:47

Schmitt567 hat geschrieben:
11.09.2019, 10:57
Vl. nochmal vorweg die Frage:
Wenn ich mich dazu entscheiden würde nicht weiter zu machen mit diesem Projekt, würdet ihr den Bus am Stück verkaufen oder schlachten und alle Teile soweit es geht einzeln verkaufen? Die Motorteile sind auf jeden Fall schon alle abgebaut und soweit es geht aufgereinigt. Finanziell wäre wahrscheinlich das schlachten interessanter, auch wenn es den entsprechenden Aufwand nach sich zieht?
Na alles was du für eine neue Karosse brauchst wirst du ja nicht verkaufen. Und alles andere ist rostmäßg zu schlecht dran. Also, was willst du denn an der Rohkarosse noch schlachten und dann verkaufen?

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von newt3 » 11.09.2019, 11:58

ich seh für dich folgende möglichkeiten:
1. die karre nackig machen und vollständig schweißen, anschließend lackieren, frischen motor rein, an fahrwerksteile alles relevante erneuern etc pp. sprich das auto restaurieren
->wird einiges an zeit in anspruch nehmen. ich behaupte mal in einem winter wirst du damit nicht fertig es sei denn du hast jede woche 3,4 tage an denen du am auto arbeiten kannst und möchtest und das ganze in einer beheizten halle die noch dazu alle arbeiten zuläßt
->du wirst vermutlich für 2000-3000€ bleche kaufen gehen, incl achsen, motor, ein paar karosserieanbauteilen (dichtungen, schrauben, clips, ggf überholung der stossstangen+beplankung usw) etc pp wird es am ende ein fünfstelliger betrag an material (verbrauchsmaterialien wie grundierung, lack, schleifpappier, strahl, schleif und reinigungsmittel, konservierung etc pp) sein. ZUSÄTZLICH zu dem was du an stunden reinsteckst
->wenn du nicht selbst lackieren kannst kommt noch geld für den lackierer obendrauf
--->das ganze macht nur sinn, wenn du zeit, fähigkeiten und lust dazu hast UND du wirklich sicher bist das fahrzeug danach selbst auch mehrere jahre zu nutzen (oder du zu denen gehörst die sich am rumstehen erfreuen....). ansonsten ist es wirtschaftlich unsinn und auch mit deiner lebenszeit kannst eigentlich besseres anfangen (wobei das ja dann unter hobby läuft)
1b) dir jemand suchen der es komplett macht. zwischen 10 und 40t€ wirst du dann liegen. ob die abgelieferte qualität mit dem preis steigt müßte man akribisch kontrollieren, verlassen kannst du dich darauf lieber nicht (und was gute arbeit ist und was nicht da haben schon diejenigen die es ausführen ganz unterschiedliche ansprüche und passen das ihren fähigkeiten oder ihrer profitgier entsprechend an)

2) verkauf die karre so wie sie ist. ist der lle komplett dürfte er in diesem zustand trotz plattem motor vermutlich um die 4000€ bringen. irgendwer wird sich dann schon darum kümmern (ihn zu schlachten und teile selbst zu verwerten oder sich selbst für variante 1 oder 3 zu entscheiden)

2b) klar kannst auch einen gebrauchten motor reinmachen, den unterboden einjauchen, ggf den träger ganz vorne schweißen (denn nur mit jauche läßt der sich kaum vertuschen), neu tüv drauf und es dann für 8 scheine probieren (oder mit einer pfuschlackierung auch für 10) aber schon der aufwand so einen blender hinzubastelt und die betrügerische absicht ihn nur für den verkauf so geschminkt zu haben kann man eigentlich niemanden raten (man munkelt es gäbe händler die genau davon leben...)

3) besorg dir einen t3 mit guter karosse. ab und an gibt es ja noch eine feuerwehr oder einen krankenwagen oder was auch immer im preisbereich zwischen 8000 und 12000€ in erstlack, unverbasteltm, dellenarm und rostarm/nahezu rostfrei. dort den lle kram reingebaut und du hast einen schönen "falschen multivan". (dinge wie beplankung + stoßstangen würd ich da dann nicht wieder dranbauen und kannst du dann verkaufen, ebenso wie den übrigen motor, die innenaustattung des anderen autos etc. ein getriebe wiederrum würd ich mir lieber auf reserve legen - eine überholung kostet halt erheblich mehr als ein intaktes gebrauchtgetriebe so wert ist).
3b) wie 3 nur dass du ihn eben komplett auf lle umbaust also incl neuer lackierung innen wie aussen etc pp. dann ist es eben eine kopie. brief vom spender kannst du ja aufheben (und solltest du ihn mal verkaufen wollen gibts das eben mit dazu)

-------
variante 3 ist erheblich weniger aufwand als variante 1. inenaustattung einmal raus und umbauen hast du an 2 wochenenden erledigt und das incl sinnvoller innenkonservierung.
ein paar zeitraubende dinge wie innenhimmel oder das schweißen von irgendwelchen b2b sitzhalterungen und deren gurthaltwinkel nicht mitgerechnet.

---------
für den - inzwischen eben miserablen - zustand der karosse brauchst dich sicherlich vor niemandem rechtfertigen, genauso wenig deine eltern.
ist doch normal dass solch ein auto die ersten jahre (oder auch immer) ganzjährig genutzt wird (als familienauto, für hobbies usw)
die normale geplante lebensdauer ist schon mehrfach überschritten.
hätte man vor 27 jahren gewußt dass die karre heute noch fährt, lebt usw hätte man damals geld in konservierung stecken können und zwischendurch auch in erhaltende pflegemaßnahmen. dann würde er heute ganz anders dastehen.
aber das macht heute auch kaum ein fahrzeugbesitzer - erstkäufer fährt oft im leasing, und auch selbstkäufer kaum über den garantiezeitraum hinaus - den interessiert es nicht, zweitkäufer kauft den dann gebraucht weil es für einen neuen nicht reicht aber nochmal 500-1000€ in konservierung von der man erstmal nichts hat weil ja noch nichts zu sehen ist gibt da auch kaum einer aus....ein paar ausnahmen mag es geben, ford nugget käufer die hoffen ihn lange fahren zu können und so manch anderen kastenwagen/womo kunden...die sehen das langfristig als werterhaltungsmaßnahme was ja auch stimmt (solange der wert nicht zwischendurch vernichtet oder dezimiert wird...durch wirtschaftlichen totalschaden, durch fahrverbote etc pp)

was das thema trägerrost angeht: der lle wurde in graz gebaut und nichtmehr in hanover. da gehört das an den trägern leider mit dazu - das haben sie fast alle - mal hier und mal dort - die serienstreuung insgesamt war da wesentlich größer als in hanover. syncro fahrer (deren fahrzeuge kommen von anfang an aus graz) können da auch ihr liedchen von sinnen. ein paar arbeitsgänge oder lagerorte werden in graz anders gewesen sein und das wirkt sich halt entsprechend aus. vielleicht war auch zu ende der produktion die eine oder andere maschine nicht mehr ganz so präzise.
schaust du dir viele t3 an wirst feststellen dass die solidesten substanzen so in den jahren 84-87 zu finden sind (ausreisser nach oben und unten gibt es natürlich immer und vergleichbarkeit ist ohnehin nicht gegeben da jeder sein fahrzeug anders nutzt unterstellt etc pp)

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von caravelle c » 11.09.2019, 12:26

classick hat geschrieben:
10.09.2019, 21:52
Warum sehen die LLE eigentlich oft so dermaßen rostig untern rum aus? :gr
Ab Oktober 1990 sind die Karosserien nicht mehr aus Hannover angeliefert worden, sonder wurden komplett in Graz zusammengeschustert. Da das SDP Werk eher einer Manufaktur glich, und die gleichzeitig gebauten G-Modelle wesentlich mehr Gewinn generierten, wurden die T3 eher stiefmütterlich behandelt. Dann standen halt die unlackierten Rohkarossen auch mal mehrere Tage draußen im Regen oder Schnee.
Zuletzt geändert von caravelle c am 11.09.2019, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von CBSnake » 11.09.2019, 12:45

Hi,
wenn wir in 10-20 Jahren noch mit fossilem Brennstoff fahren dürfen bzw überhaupt noch selber am Steuer sitzen, wird man sich fragen: wie kann man so was schlachten, ähnlich wie jetzt mit T1 und T2 :-)
Da muss man halt Pokern und den Platz zum wegstellen haben :-)

Grüße
Achim
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von BUSbahnhof » 11.09.2019, 13:06

CBSnake hat geschrieben:
11.09.2019, 12:45
Hi,
wenn wir in 10-20 Jahren noch mit fossilem Brennstoff fahren dürfen bzw überhaupt noch selber am Steuer sitzen, wird man sich fragen: wie kann man so was schlachten, ähnlich wie jetzt mit T1 und T2 :-)
Da muss man halt Pokern und den Platz zum wegstellen haben :-)

Grüße
Achim
Genau das habe ich mir auch gedacht bei meiner Antwort oben :mrgreen:
Man blicke in die T1/T2 Richtung. Da nimmt man alles was man bekommen kann.
Bullige Grüße vom Micky
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newt3
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von newt3 » 11.09.2019, 15:52

4) ja. das ist variante 4. einfach so wie er jetzt ist weiterhin wegstellen. wenn du den platz hast und er trocken steht wird er davon nicht schlechter (und steigt vermutlich im wert. vielleicht aktuell nicht mehr steil aber ein bisschen eben schon...gerade auch weil es ein lle ist)

(klar darf man dann den trockenen stellplatz nicht rechnen der ja ja nach wohnlage miete brächte...wäre eh nicht jeder bereit seinen platz überhaupt mit fremden zu teilen)

-----------

einen (anderen) t3 kannst du ja trotzdem kaufen, wenn du so ein fahrzeug gerne fahren möchtest. such dir halt einen aus der keine restauration nötig hat. kaufberatungen gibt es genug, leute die sich auskennen auch und lass dir keinen blender aufschwatzen (die sind unter hochglanzlack, spachtel und unterbodenschutz manchmal nicht viel besser als dein lle)

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von p40p40 » 11.09.2019, 20:28

newt3 hat geschrieben:
11.09.2019, 15:52
einen (anderen) t3 kannst du ja trotzdem kaufen, wenn du so ein fahrzeug gerne fahren möchtest. such dir halt einen aus der keine restauration nötig hat. kaufberatungen gibt es genug, leute die sich auskennen auch und lass dir keinen blender aufschwatzen (die sind unter hochglanzlack, spachtel und unterbodenschutz manchmal nicht viel besser als dein lle)
Mit dem aufschwatzen glaube ich ist die Gefahr nicht so groß . Denn du weist wo du schauen musst wo die Löcher und Schwachstellen sind .
Einen der neu lackiert ist und der keine vorher Bilder hat , dann noch unten alles neu mit Unterbodenschutz rausgespritzt Finger weg !
Etwas Glasfaser und Spachtelmasse 5 Dosen Unterbodenschutz und deiner kommt locker durch den Tüff ist dann halt nichts für länger .
Und wenn man ihn so verkauft , für mich bewusste Täuschung .
Ich würde nach einer Karosse suchen . Projektaufgabe da findet sich schon was .
Habe gerade auf Kleinanzeigen gesucht unter T3 Karosse und was gefunden :
Biete hier einen restaurationsabruch an Vw t3 Karosse bj 1984 geschweißt
Karosse ist komplett geschweißt und zum Teil noch gesandstrahlt. Es müssen noch Feinheiten gemacht werden . Auf Wunsch schicke ich noch weitere Bilder zu . Brief ist vorhanden . Es war ein Benziner verbaut . kostet 1400€ wahrscheinlich Verhandlungsbasis
LG Markus

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von *Wolfgang* » 11.09.2019, 20:55

Kauf Dir einen baugleichen Bus (evtl. mit einfacher Ausstattung aber guter Karosse) und stell den Blauen zur Seite wenn Du Platz hast. Die Zeit wird zeigen ob Du den Bus-Virus in Dir trägst. wenn Du dann nach zwei, drei Jahren immer noch Bock auf Busfahren hast kannst Du:

a.) die Ausstattung kpl. umbauen
b.) den Blauen wieder aufbauen
c.) den "einfachen" weiterfahren und den Blauen verkaufen.
d.) den "einfachen" verkaufen wenn der Blaue fertig ist

Oder Du hast die Faxen von dem Kram dicke und verkaufst den ganzen Scheiß.

Wenn Du dich jetzt in ein Abenteuer stürzt und viel Geld und Zeit da rein butterst sehe ich die Gefahr, daß Du auf halbem Wege die Waffen streckst und alles mit Verlust verkaufst (bzw. verkaufen musst). Bedenke: der Bus hat noch keinerlei Leistung für Dich erbracht, Du tust Dir schwer mit der Einschätzung der Arbeiten und Du hast bislang kaum Erfahrung mit der Materie. Glaub mir, diese Baustelle wird sich ziehen wenn Du nicht äusserst konsequent und leidnesfähig bist.
Viele Grüße

Wolfgang

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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von classick » 11.09.2019, 22:06

Wenn verkaufen, dann nur komplett. Eben weil es ein LLE ist, wird er trotz des Zustandes meiner Meinung nach noch am Gewinnbringendsten im kompletten Zustand sein.
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von CaravElla » 11.09.2019, 22:50

Hallo Kilian,

Solche Projektvorstellungen gehören zu den beliebtesten Themen hier im Forum und häufig gibt es äußerst kontroverses Daumen rauf und Daumen runter. Meiner geht hier so eindeutig nach unten wie selten. So angefressen wie der Bus von unten ist, kommst du zu keinem Ende. Die braune Pest ist ja nicht nur da, wo du sie jetzt siehst. Die ist auch in alle Fugen und Schweißnähte gezogen und da bekommst du sie nur dann noch raus, wenn du den Bus von unten neu aufbaust. Bau mal wie vorgeschlagen Stoßstangen und Beplankung ab, räum ihn leer und entferne alle Verkleidungen. Es wäre erstaunlich, wenn du dann nicht auf neues Ungemach stößt.

Aber selbst ohne das würde die Arbeit an der Karosserie nur Sinn machen, wenn du ohne jede Rücksicht auf Zeit und Kosten gleichzeitig dein Schweißerdiplom machen und in jedem Fall genau diesen Bus retten willst. Plane dann genug Euronen - ich schätze gut 5-stellig für Teile und Lackieren - und eher 3 als 2 Jahre Freizeit ein.

Wenn es deine Intention ist aus dem Vorhandenen das Beste zu machen, ist auch mein Vorschlag eine gute Karosserie zu organisieren, die lackieren zu lassen und diese dann mit allem Verwertbaren aus dem LLE und wo erforderlich mit Neu- oder guten Gebrauchtteilen zu komplettieren. Karosserien tauchen immer wieder auf. Entweder wie von Markus vorgeschlagen und erstaunlich preisgünstig als abgebrochenes Projekt, oder ohne Rost und ungeschweißt, demzufolge in einer anderen Preisliga und meist aus Kalifornien, wie bei Lars Neuffer und seiner tristar-connection.de. Der ruft gerade für so etwas 6.500€ auf. Wenn ich da die Kosten für das bereits erledigte Eisstrahlen und strippen bis aufs Blech abziehe, relativiert sich der Preis schon wieder. So etwas kannst du dann ohne jedes Schweißen besser neu aufbauen und vor allem konservieren als ab Werk.

Wenn du dann noch vorher einen Sachverständigen zu Rate ziehst, der dir für den Karosserietausch die Fahrgestellnummer des LLE zubilligt, hast du offiziell weiter einen LLE. Das mag sich schräg lesen, ist aber beim Neuaufbau mit einer Rohkarosse üblich.

Die Kosten, bis du fertig bist? Rechne 25.000€ inkl. neuem Motor und halte weitere 5.000€ in Reserve. Dann gehst du mit dem Bus in Rente und er hat dann weniger Rost angesetzt als du :g5

Ich bin gespannt, was du letztendlich machen wirst.

Gruß, Burkhard

P.S.: plane mal besser immer mindestens 2 Jahre Arbeit ein, auch wenn du eine Rohkarosse als Basis nimmst. Es kommt immer etwas dazwischen. Das musste auch ich lernen.
Es begann mit der Idee, dass EIN Zweitwagen Spaß machen und nützlich sein soll.....
VW Caravelle CL 1988 112PS 381.000km
VW Vanagon GL 1990 95PS 224.000mls - Projekt
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Re: Erste Einschätzung: Rost am Unterboden

Beitrag von bullimarin » 12.09.2019, 07:34

Am Ende ist es ja immer eine Frage des Anspruchs. Wenn das ganze keine hochwertige Oldtimer-Restaurierung werden soll, sondern so, dass er technisch okay ist und über den TÜV geht, reden wir hier nicht über eine fünfstellige Summe. Vorausgesetzt, dass man selber schweißen kann oder sich bei einem solchen Projekt aneignet. Der vordere Ausleger am Längsträger ist das einzige, was wirklich Know-How erfordert, die B-Säulen sind richtig Arbeit, aber der Rest ist das Fleißarbeit. Ob die Hinterachsschwingen neu müssen, finde ich anhand der Fotos schwer zu beurteilen.

Wir haben schon so einiges mit entsprechendem Zeitaufwand ohne teure Reparaturbleche hinbekommen und da beispielsweise richtig Geld gespart. Wenn man mit einer Garagenlackierung zufrieden ist, ist auch hier viel Luft. Auch hier natürlich die Frage, ob man sich das zutraut bzw. aneignet.

Für eine Hochglanz-Restaurierung ist die Basis sicherlich ungeeignet, das denke ich auch.

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