Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

aktueller Austausch vor dem Posten ruhig mal die SUCHE benutzen!

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Henry B.
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Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry B. » 27.04.2019, 13:10

Hallo zusammen,

nachdem ich in der Vergangenheit sehr stark von diversen Aufbaudokumentationen profitiert habe, möchte ich an dieser Stelle meine eigenen Arbeiten kurz vorstellen. Vll. kann es dem einen oder anderen ebenfalls als Inspiration oder Motivation dienen.

Angefangen habe ich mit einem 14“ Syncro des Österreichischen Bundesheeres mit Werkshochdach ohne nennenswerte Ausstattung. Erworben habe ich das gute Teil beim bekannten Händler in der Nähe von Linz.
Nach der Demontage von Gewehrhaltern und Verkleidungsteilen hat sich leider gezeigt, dass die vermeintlich rostfreie Karosse diverse erneuerungsbedürftige Stellen hatte :kotz
Zum einen war die Küchenfuge von innen ziemlich hinüber (obwohl von außen noch ganz i.o.)
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Zum anderen gab es auf beiden Seiten über der hinteren Achslenkeraufnahme Durchrostungen, die beide sehr schlecht repariert wurden:
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Dazu hat sich dann noch ein kleines Loch im Bereich der Motorschräge aufgetan.

Da der Bus als Camper aufgebaut werden soll, habe ich die Trennwand entfernt. Ein direktes Aufbohren der Schweißpunkte ohne zu viel erhaltenswürdiges Blech zu beschädigen hat leider nicht funktioniert. Daher habe ich erst die Trennwand aufgesägt und nur einen kleinen Steg an den Säulen bzw. am Boden stehen gelassen. Dadurch konnte ich den Schweißpunktbohrer deutlich gerader ansetzen und habe weniger Macken hinterlassen. Mit dem zusätzlichen Loch kam auch endlich etwas Licht in den Innenraum. Da der Bus eine geschlossene Heckklappe hat, war es sonst arg düster.
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Die Reste der Schweißpunkte habe ich dann mit der Flex geglättet und mit Brantho Korrux Nitrofest überpinselt, damit sich kein Rost am blanken Metall ansetzt. Dankeswerterweise funktioniert die Farbe auch noch bei -15 °C. (Auch wenn es auf dem Bild nicht danach aussieht, war es ziemlich kalt)

Soweit die ersten Schritte mit dem "neuen" Bus. Weiter ging es dann mit der Reparatur der gefundenen Rostlöcher.
Viele Grüße
Jan

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von caravelle c » 27.04.2019, 13:47

Erstmal wünsche ich Dir viel Spaß mit Deinem Bus :bier
Mache ihn so wie er Dir am besten taugt.

Und zweitens: Herzliches Beileid, dass Du beim "ROSTFREIEN" Blender Händler eingekauft hast.
Man zahlt halt am Anfang immer Lehrgeld, wenn man nicht so in der Materie drinnen ist. Und in diesem Fall ist es eine ordentliche Summe gewesen, da der "Händler" noch mal 10.000€ auf den tatsächlichen Wert draufschlägt.
Wenn Du einen Kaufvertrag mit ihm abgeschlossen hast, in dem rostfrei drin steht, würde ich da nochmal eine anwaltliche Beratung in Erwägung ziehen.

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von bernd68 » 27.04.2019, 19:12

Moin,

die T3 sind halt inzwischen auch schon alte Autos und das sich da irgendwo Rost gebildet hat kann niemand ausschließen.
Es gibt die vom Össi-Heer auch mit beträchtlichen Rostspuren - wie ich inzwischen weiß. Aber auch welche die fast rostfrei sind.
Ich hab sogar von Syncro-Beulen gehört - trotz damaliger zusätzlicher Hohlraumversiegelung und sonst fast rostfreiem Zustand - auf einer Seite Syncrobeule.
Woher die unterschiedlichen Rostzustände letztlich kommen - warum der eine mehr Rost hat und der andere weniger würde man vielleicht sagen können wenn man wüsste wo und wie die Fahrzeuge eingesetzt worden sind.

Bei Dir ist schon einiges an Rost innen zu finden. Das ist sehr schade. Da ist man erst mal enttäuscht - ich wäre es jedenfalls. Hilft aber nix, Nase geputzt und wieder schön machen...

Hier wird vermutlich irgendwo Wasser oder Feuchtigkeit eingedrungen sein. Hinter den Verkleidungen sieht das keiner. Man kann die natürlich demontieren und dahinter schaun. Hätte ich jetzt aber auch so nicht vermutet wenn der Rest von außen gut aussieht und das sind ja keine Camper mit Kondeswasseranfall und eigentlich haben die auch keine Wärmedämmung verbaut welche die Feuchtigkeit länger hält.

Was war Deiner? Werkstattwagen, Funker?

Meiner hatte Rost am Prallelement vorne der schon beim Heer beseitigt wurde. Sonst ist er rostfrei - soweit ich das sagen kann (er ist innen komplett nackt)

Dem Händler aus Linz hier etwas zu unterstellen finde ich schade. Es gibt immer mal Überraschungen etc, da steckt keiner drin.
Ich hab meinen damals blind nur anhand der Bilder gekauft, am Telefon! Live gesehen hab ich ihn ein halbes Jahr später. Passt schon :bier
caravelle c hat geschrieben: Und in diesem Fall ist es eine ordentliche Summe gewesen, da der "Händler" noch mal 10.000€ auf den tatsächlichen Wert draufschlägt.
Der tatsächliche Wert liegt dort wo ihn jemand kauft :mrgreen: Und Syncro haben ihren Preis zumal mit wenig Kilometern und wenig (sichtbarem) Rost.

Gruß Bernd

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von caravelle c » 27.04.2019, 19:59

Das ist nicht der erste rostige Bus, den dieser Händler als rostfrei verkauft hat. Ich kenne noch 4 weitere Kunden, die solche eine Überraschung gekauft haben.

Wenn Du einen Syncro kaufen möchtest, der sein Geld wert ist, kann ich nur den Treutlein in Gernach empfehlen. Dort kostet ein rostiger Syncro Diesel Kasten mit deutschem TÜV nur 5000€, und nicht 25.000€ :tl

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von T3TDISyncro » 27.04.2019, 20:29

bernd68 hat geschrieben:Dem Händler aus Linz hier etwas zu unterstellen finde ich schade. Es gibt immer mal Überraschungen etc, da steckt keiner drin.
Ich hab meinen damals blind nur anhand der Bilder gekauft, am Telefon! Live gesehen hab ich ihn ein halbes Jahr später. Passt schon :bier
War bei mir im Prinzip auch so.

Einen wirklich rostfreien wirst du nur finden wenn er gewissenhaft restauriert wurde. Bleihaltiger Lack und Hohlraumkonservierung hin oder her... :-bla
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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von bernd68 » 27.04.2019, 20:34

caravelle c hat geschrieben:Wenn Du einen Syncro kaufen möchtest, der sein Geld wert ist, kann ich nur den Treutlein in Gernach empfehlen. Dort kostet ein rostiger Syncro Diesel Kasten mit deutschem TÜV nur 5000€, und nicht 25.000€
Stimmt! Seine Angebote fallen mir immer wieder auf. Da sind gute Autos dabei für vergleichsweise wenig Geld.
Die vom Heer sind allerdings auch erst in den letzten Jahren so gestiegen.
Als ich meinen gekauft habe lagen die Preise wenn man die Ausstattung etc. raus rechnet unter denen vom oben genannten Händler, sie hatten auch deutlich weniger Kilometer, waren oft jünger und in meiner Wahrnehmung karosserietechnisch in besserem Zustand.

Ich bin mit meinem für den Preis voll und ganz zufrieden und würde ihn heute für das Geld auch nicht mehr verkaufen, lang nicht. Die Preise sind einfach gestiegen.
Wie der Treutlein das macht frag ich mich öfters.

Beim Treutlein sind aber auch schlechte Fahrzeuge dabei - allerdings dann halt für unter 4000.

Allerdings einen Syncro mit Werkshochdach hab ich von diesem Händler noch nie gesehen.

Gruß Bernd

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von caravelle c » 27.04.2019, 21:06

Der Treutlein holt regelmäßig Busse aus Swe, Nor und Fin. Bei letzteren gab es ein paar Behörden Syncro mit dem Dach. Hatte der Treutlein auch schon mal im Angebot.
Tatsächlich ist aber das Posthochdach nicht jedermanns Geschmack :bier

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry B. » 28.04.2019, 11:42

Ich habe mit dem Rost nicht gerechnet, insbesondere da man die Stellen von außen nicht gesehen hat. Natürlich habe ich mich sehr über den Zustand und die damit verbundenen Mehraufwände geärgert, aber letztendlich bin ich zu einem ähnlichen Schluss gekommen wie Bernd. Ein T3 rostet und hält immer Überraschungen bereit mit denen man nicht gerechnet hat. Irgendwann werde ich mir mal einen Bus zulegen und diesen Kernsanieren, damit ich auch mal in den Genuss eines rostfreien Fahrzeugs komme ;)

Es handelt sich übrigens um einen ehemaligen Werkstattwagen. Ich weiß nicht so recht, wie die Fahrzeuge genutzt wurden, daher habe ich keine Theorie wie hier (Kondens-)Wasser hinter die Verkleidung gekommen ist.

Mittlerweile habe ich die Rostlöcher auch schon beseitigt. Begonnen habe ich mit der Stelle über der Wagenheberaufnahme auf der Beifahrerseite. Wie Eingangs bereits beschrieben, wurde diese Stelle sehr schlecht repariert. Der volle Umfang wurde allerdings erst im Laufe der Bearbeitung sichtbar . Mehrere Stücke Blech, unvollständig über das Loch geschweißt, kein weiterer Rostschutz aufgebracht (dafür aber mit Farbresten an dem „Reparaturblech“) und anschließend das Ganze mit Spachtel beimodeliert und lackiert (wobei das aber sehr gut gemacht wurde, die Stelle sah von außen völlig unkritisch aus). Angeblich wurde der Bus immer bei Porsche Austria gewartet…
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Die dahinterliegenden Bleche waren nur leicht vom Rost angegriffen, weshalb diese lediglich gesandstrahlt wurden. Mithilfe des Reparaturbleches konnte ich den Großteil wieder herstellen. Lediglich zum Rad gab es noch ein kleines Loch, für das ich ein normales Stück Blech zurechtgeschnitten habe. (Leider war diese Stelle nicht besonders gut zugänglich, weshalb diese Verschweißung keinen Schönheitspreis gewinnen wird )
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Nachdem alle Schweißpunkte verschliffen waren, habe ich die Stelle bestmöglich gereinigt (was aufgrund des Glasgranulats vom strahlen gar nicht so einfach war) und mit Nitrofest grundiert.
Der Rost am Küchenschweller war soweit fortgeschritten, dass ich den kompletten Außenschweller sowie einen Teil der unteren Seitenwand getauscht habe. Der innere Seitenschweller war zum Glück nicht weiter angegriffen. Den äußeren Seitenschweller gibt es als gutes Reparaturblech, was sehr angenehm war. Die Passform war deutlich besser als die der anderen verwendeten Bleche (d.h. im Vergleich zur unteren Seitenwand und den Blechen über den Wagenheberaufnahmen).
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Die untere Seitenwand war dann etwas herausfordernder. Um der zukünftigen Rostentstehung vorzubeugen wollte ich nicht erforderliche Blechüberlappungen vermeiden. Daher habe ich das Rep-Blech etwas gekürzt und kurz unter der Sicke das Loch geschnitten. Anschließend habe ich dann das Blech langsam auf Stoß zugepunktet. Trotz sehr langsamer Vorgehensweise und der nahen Sicke hat sich das Blech leicht verzogen. Sehr große Hilfe bei dieser Arbeit waren die Schweißgrips, ohne die wäre es mir nicht möglich gewesen halbwegs sauber zu arbeiten.
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Mehr oder weniger zeitgleich habe ich dann noch das Loch über der Wagenheberaufnahme auf der linken Seite behoben. Dabei war die Vorgehensweise grundsätzlich identisch mit der rechten Seite. Allerdings konnte ich hier wieder meine in der Zwischenzeit erworbenen Schweißgrips einsetzten.
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Als Abschluss dieser Blecharbeiten dann die Fugen abdichten und lackieren. Leider ist die restliche Farbe schon ziemlich ausgeblichen, weshalb die neue Farbe sehr auffällt.
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Langfristig soll der Bus jedoch in einer freundlicheren Farbe lackiert werden, daher ist das erstmal nicht so schlimm. Aber bis das passiert wird es wohl noch eine Weile dauern…

Viele Grüße
Jan

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry B. » 28.04.2019, 11:52

caravelle c hat geschrieben:Tatsächlich ist aber das Posthochdach nicht jedermanns Geschmack :bier
Das stimmt, und es ist sicherlich auch nicht das aerodynamisch wertvollste Dach. Aber aufgrund der Stehhöhe im Inneren ist es ungemein praktisch. Noch besser wäre evtl. ein Dehlerhochdach, welches etwas schnittiger aussieht und aerodynamisch etwas günstiger ist und trotzdem die richtige Höhe im Stehbereich bietet. Vll. baue ich das irgendwann einmal um (wenn da nicht vorher noch so viele andere Baustellen wären :cafe )

Viele Grüße
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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry27 » 28.04.2019, 12:55

Hallo!
Meiner kommt auch von dem besagten Händler aus Linz.
Empfand ihn damals als sehr ehrlich und zuvorkommend.
Deine Roststellen waren von außen schließlich nicht zu sehn.
Glaubt ihr, der baut vor dem Verkauf die Verkleidung ab und schaut wie es dort aussieht....
Ich weiß auf jeden Fall auch,dass er im nachhinein mit sich reden lässt...

LG Henning

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von T3TDISyncro » 28.04.2019, 20:54

Henry27 hat geschrieben:Ich weiß auf jeden Fall auch,dass er im nachhinein mit sich reden lässt...
Das kann ich bestätigen.
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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von JX_JOSCHI » 28.04.2019, 21:53

Ich hab damals mein Syncro vor Kauf bei ihm einfach gründlichst untersucht. Auch Verkleidungen hab ich soweit entfernt dass man Bereiche wie z.b. Küchenfuge sehen konnte. Das hat er alles mitgemacht und sich auch die Zeit genommen. Gefunden hab ich letztlich nach 2,5 Stunden und Probefahrt gar nix und deshalb auch mein Kauf (zu nem superfairen Preis). Daß ich trotzdem zwei Roststellen im Nachgang gefunden habe ist völlig normal. Beide waren unter dem originalen Unterboden Kautschuk verborgen. Das sieht man halt erst wenn man richtig Hand anlegt.
Bin gespannt auf das Ergebnis hier. Viel Erfolg Jan!!
Grüße, joschi
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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry B. » 01.05.2019, 22:16

Von außen war der Rost so leider nicht zu sehen und Verkleidungen demontiert habe ich leider nicht. Das werde ich beim nächsten Mal aber definitiv versuchen, sofern es irgendwie möglich ist. Bis dahin wird es aber sicherlich noch ein Weilchen dauern, erst einmal beschäftigt mich dieser Bus bereits ganz gut.
Nachdem die großen Roststellen in der Außenhaut vorerst versorgt sind, konnte ich mit dem Innenraum starten.
Die Trittstufe auf der Fahrerseite war leider nicht mehr ganz frisch, daher habe ich diese gestrahlt und mechanisch vom Rost befreit. Zusätzlich sah der Fußbereich des Fahrers nicht mehr gut aus. Das Entfernen der Antidröhnschicht ging allerdings etwas schwerer als gedacht, da die Verbindung teilweise noch ganz gut war (halt abgesehen von den unterrosteten Stellen).
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Nachdem beide Bereich grundiert und lackiert waren, konnte ich dann beginnen den Bus mit Alubytul dämmen. Klingt jetzt alles schön satt. (Türen und Klappen fehlen allerdings noch)
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Soweit der Stand bevor der Einbau der Elektrik und der Möbelbau erfolgt.
Viele Grüße
Jan

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry B. » 03.04.2020, 16:54

Nach längerer Schreibpause geht’s endlich mal weiter…
Bevor der eigentliche Innenausbau begonnen wurde, habe ich Kabel verlegt und mit der Elektrik begonnen. Zum Kühlen soll eine Kompressorkühlbox verwendet werden, weshalb ein entsprechendes Solarpanel aufs Dach musste. Darüber hinaus wollte ich verschiedene Kabel für 12V Versorgung z.B. für USB-Lader und Licht vorbereiten.
Als Regler für Solar nutze ich den Votronic MPP 165. In Kombination mit einem Batteriewächter und einem Sicherungsverteiler kommt der Elektrikkrempel unter den Fahrersitz. Die Batterie sollte ebenfalls unter den Fahrersitz kommen, da ich den Platz sonst nicht sinnvoll nutze und mir der Platz unter der Klappbank dafür zu schade ist. Bei Überprüfung der Anordnung sieht das ganze so aus:
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Befestigt sind die Komponenten auf einem Holzbrett, welches ich dann am Stück im Sitzkasten fixiert habe. So muss ich weder für alle Teile einzeln durch den Batteriekasten bohren, noch bei einem etwaigen späteren Austausch Klebereste entfernen.
Für ausreichend Belüftung musste neben dem Solarpanel auch noch eine Dachluke Platz finden. Die Sicken hatte ich vor dem Aussägen mit Epoxy-Spachtel aufgefüllt. Damit die Form etwas besser passt, hatte ich versucht mit Knete eine Form vorzugeben, was akzeptabel gut geklappt hat.
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Ich hatte aufgrund der Beschaffungsreihenfolge zuerst die Luke verbaut und anschließend das Panel. In Verbindung mit der Dachluke ist das Solarpanel leider ein bisschen zu lang, hier hatte ich im Vorfeld der Bestellung die Krümmung des Daches im vorderen Bereich unterschätzt. Dadurch muss das Solarpanel vorne in zwei Richtungen gebogen werden, was aufgrund des Aufbaus leider nicht so gut klappt. Bei nächsten Mal würde ich zuerst das Solarpanel positionieren und anschließend die Dachluke einbauen um die obigen Probleme zu vermeiden. Mit Klebeband und ein bisschen Beschwerung bekommt man dennoch eine ausreichend feste Verbindung zum Dach.
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Vom Innenraumkonzept habe ich mich stark von klassischen Ausbauten sowie meinem alten Bus inspirieren lassen. Netterweise stand der Bus noch zur Verfügung, sodass ich zwischendurch messen und vergleichen konnte.
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Die Matratze wurde beim Ikea kurz probegelegen und nach dem Kauf auf die erforderlichen Maße zurechtgeschnitten.
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Durch das Entfernen des Überzugs wurde die Matratze ein bisschen weicher, was allerdings kalkuliert und gewünscht war.
Als etwas schwierig herausgestellt hat sich der Zusammenbau der Sitz-/Klappbank. Irgendwie sind die neuen Scharniere nicht in Ordnung und nur mit sehr viel Kraft zu bewegen. Da der erste Urlaub schon vor der Tür stand musste ich diese jedoch einbauen. Alles zusammengebaut sieht der Ausbau dann wie folgt aus:
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Eigentlich wollte ich gerne einen Campingaz Kartuschenkocher nutzen, das hat der TÜV allerdings nicht akzeptiert. Daher musste ich kurzfristig einen Origo einbauen. In einem späteren Schritt soll dieser dann noch schöner integriert werden. Die Schublade unter dem Kocher ist mit Vollauszügen versehen, was die Handhabung sehr angenehm macht, man kann von außen in den Bus langen und z.B. Messer und Gabel aus der Schublade holen.

Mit diesem Set-up sind wir dann in den ersten Urlaub nach Norwegen gestartet.
Kurz vor der Fähre in Dänemark hat dann die Kühlwasser-LED vermehrt angefangen zu blinken. Da ich den Zustand der Wasserpumpe bereits im Vorfeld für kritisch befand, hatte ich eine Ersatzpumpe dabei. (Vor Abfahrt bin ich leider nicht mehr zum Wechsel gekommen).
Aufgrund der zweiten Lichtmaschine hat der Bus einen anderen Halter der mit der neuen Lichtmaschine nicht kompatibel war. Glücklicherweise ist das Gehäuse der Pumpe aus Grauguss und daher auch durch ein freihand geführtes Sägeblatt gut zu bearbeiten. Damit konnte ein Teil des störenden Steges ausgenommen werden, womit der Lichtmaschinenhalter passte.
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Nach gut drei Stunden konnte dann die Fahrt wieder aufgenommen werdend. Die Fähre haben wir zum Glück noch rechtzeitig erreicht. Als Folge dieser Reparatur hat sich nach einigen Kilometern die Verschraubung der Lichtmaschine gelockert. Darauf hat dann ein quietschender Keilriemen im Fährhafen hingewiesen. Da die passende Mutter den angedachten Platz verlassen hatte, musste ein passender Ersatz her. Nachdem alle umliegenden Fahrzeuge mal in den Kofferraum geschaut (und dabei eine ansehnliche Schrauben/Mutternsammlung zusammengekommen ist) haben wir der Klappbank eine passende Mutter entliehen. Sofern man diese Reparatur Zuhause durchführt sollte ggf. eine neue selbstsichernde Mutter genutzt werden. Ansonsten hilft bestimmt etwas mehr Ruhe und Sauberkeit bei der Reparatur um sich selbst lösende Muttern zu verhindern.
Insgesamt sind wir 6000 km unterwegs gewesen, was an dem Bus leider nicht spurlos vorrübergegangen ist. Unter anderem ist die Spur vorne verstellt gewesen, was einen erheblichen Reifenverschleiß zur Folge hatte (etwa bei der Hälfte des Trips habe ich daher die Reifen einmal von vorne nach hinten getauscht). Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die blinkende Kühlwassser-LED nicht ausschließlich auf eine defekte Wasserpumpe zurückzuführen ist. Stattdessen scheint der Zylinderkopf undicht zu sein. Zu guter Letzt ist die Windschutzscheibe undicht und die Bremsen verschlissen.
Es gibt also noch genug zu tun :roll:

Viele Grüße
Jan

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von mib » 03.04.2020, 18:41

Gratuliere zur Ausfahrt, trotz Problemchen :)

Wie hast du das Panel verklebt? Sika oder Klebeband?

Der Origo ist schon cool (haben auch 2), und derzeit eine gute Wertanlage ;)

Grüsse
Michi

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry B. » 04.04.2020, 10:12

Das Panel habe ich mit Sika 252i verklebt. Damit konnte ich auch an den vorderen Kanten etwas mehr Kleber unterfüttern und alle Stoßkannten dicht versiegeln, sodass da kein Wind drunter greifen kann. Das Bild zeigt den Zustand vor Abziehen der Schutzfolie:
Bild

Wenn man das Panel sehr gut aufliegt ist es mit Klebeband sicherlich auch eine gute Alternative. Da ist zumindest die Verarbeitung einfacher.
@Michi: Hast du dein Panel mit Klebeband befestigt? Falls ja, welches hast du verwendet?

Viele Grüße
Jan

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Ric » 05.04.2020, 09:31

Hi Jan,
danke für den Bericht. Schade zu lesen, dass es auch Anderen so geht.
Ich habe mit meinem OBH Bus, den ich Anfang 2019 dort gekauft habe leider auch einige negative Überraschungen erlebt. "Im Nachhinnein mit sich reden lassen" war bei mir nicht der Fall. Ich würde dort nicht nochmal kaufen. Treutlein in Gernach hat auf mich beim Besuch dort definitiv einen vertrauenwürdigeren Eindruck gemacht, nur leider über längere Zeit keinen passenden Bus da gehabt.

Ich hoffe du freust dich trotzdem über Deinen Synco. Tolle Arbeit die du da machst. Wie heißen die blauen Halter mit denen du die Bleche fixiert hast ?
Die Küchenfuge steht mir auch noch bevor. . .
Grüße Ric

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry B. » 05.04.2020, 18:29

Hallo Ric,

die Halter werden unter dem Begriff „Schweißgrips“ beim Korrosionsschutzdepot geführt. Bei meiner damaligen Suche habe ich allerdings weder einen anderen Anbieter, noch eine andere Bezeichnung gefunden. Für den Zweck waren die Teile wirklich sehr praktisch.
Sollte ich jedoch noch einmal eine Küchenfuge schweißen, würde ich es allerdings vermutlich überlappend und nicht mehr auf Stoß machen. Ist deutlich einfacher und sollte mit Sika auch ordentlich gegen Rost zu schützen sein.
Den Zustand des Busses habe ich mittlerweile unter „Lehrgeld“ verbucht. Ich habe halt leider nicht die Verkleidungen abgenommen, so wie Joschi das weiter oben beschrieben hat. Dabei wären die Mängel schon aufgefallen.

Viele Grüße
Jan

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry27 » 05.04.2020, 19:51

Nabend Kollegen!
Ich kann die Kritik hier echt nicht verstehn.
Die Busse stehen/standen alle ehrlich da.Da wurde nix überpinselt oder dergleichen.
Der ersteigert die bei Dorotheum,macht das nötigste und die Dinger werden wieder verkauft.
Und wenn als "rostfrei" verkauft wird,dann ist das augenscheinlich gemeint.
Es gibt heute keine unrestaurierten Busse mehr die komplett rostfrei sind...
Bei mir ist auf der Rückfahrt auch ein Keilriemen gerissen.Klar, hätte er den voher tauschen können,weil alt-Hätte mir aber auch einfach beim kauf auffallen müssen...
Nach 4 Wochen ist dann mein 5 stelliger Tacho rausgefallen.Daraufhin hat er mir einfach nen 6 stelligen mit Tageskilometerzähler geschickt :bier

@Jan dein Bus sieht doch schon richtig schick aus :bier
Mehr Bilder :g5


LG Henning

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von caravelle c » 05.04.2020, 20:01

Henry27 hat geschrieben:
05.04.2020, 19:51
Nabend Kollegen!
Ich kann die Kritik hier echt nicht verstehn.
Die Busse stehen/standen alle ehrlich da.Da wurde nix überpinselt oder dergleichen.
Der ersteigert die bei Dorotheum,macht das nötigste und die Dinger werden wieder verkauft.
Und wenn als "rostfrei" verkauft wird,dann ist das augenscheinlich gemeint.
Es gibt heute keine unrestaurierten Busse mehr die komplett rostfrei sind...
Bei mir ist auf der Rückfahrt auch ein Keilriemen gerissen.Klar, hätte er den voher tauschen können,weil alt-Hätte mir aber auch einfach beim kauf auffallen müssen...
Nach 4 Wochen ist dann mein 5 stelliger Tacho rausgefallen.Daraufhin hat er mir einfach nen 6 stelligen mit Tageskilometerzähler geschickt :bier

@Jan dein Bus sieht doch schon richtig schick aus :bier
Mehr Bilder :g5


LG Henning
Da gibt es nix zu deuteln, rostfrei im Verkaufstext heisst auch rostfrei in Wirklichkeit. Das ist dann juristisch ganz eindeutig! Da sind die Richter zum Glück gnadenlos, und lassen da keine Spielräume. Der Preis entspricht ja auch einem tatsächlich rostfreien T3 Syncro.

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bernd68
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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von bernd68 » 05.04.2020, 21:10

Moin,
caravelle c hat geschrieben:
05.04.2020, 20:01
Henry27 hat geschrieben: ↑05.04.2020, 19:51
Nabend Kollegen!
Ich kann die Kritik hier echt nicht verstehn.
Die Busse stehen/standen alle ehrlich da.Da wurde nix überpinselt oder dergleichen.
Der ersteigert die bei Dorotheum,macht das nötigste und die Dinger werden wieder verkauft.
Und wenn als "rostfrei" verkauft wird,dann ist das augenscheinlich gemeint.
Es gibt heute keine unrestaurierten Busse mehr die komplett rostfrei sind...
Bei mir ist auf der Rückfahrt auch ein Keilriemen gerissen.Klar, hätte er den voher tauschen können,weil alt-Hätte mir aber auch einfach beim kauf auffallen müssen...
Nach 4 Wochen ist dann mein 5 stelliger Tacho rausgefallen.Daraufhin hat er mir einfach nen 6 stelligen mit Tageskilometerzähler geschickt

@Jan dein Bus sieht doch schon richtig schick aus
Mehr Bilder


LG Henning


Da gibt es nix zu deuteln, rostfrei im Verkaufstext heisst auch rostfrei in Wirklichkeit. Das ist dann juristisch ganz eindeutig! Da sind die Richter zum Glück gnadenlos, und lassen da keine Spielräume. Der Preis entspricht ja auch einem tatsächlich rostfreien T3 Syncro.
Steht in der Anzeige und im Vertrag wirklich rostfrei oder ist das nur mit guter Zustand beschrieben oder eine mündliche Aussage und dadurch entsteht beim Käufer der Eindruck ein rostfreies Auto gekauft zu haben?
Ich kann mir nicht vorstellen das jemand der soviele T3 verkauft wirklich juristisch belastbar von rostfrei spricht bzw. das irgendwo schriftlich festhält.

Manche T3 vom Heer sehen auf den ersten Blick rostfrei aus, DAS wird so sein. Und wir wissen das der Rost oft von innen kommt und das zu sehen, zu bewerten ist nicht ganz so schnell gemacht.
Dazu hat aber jeder potenzielle Käufer die Gelegenheit das auf dem Hof und in der Werkstatt zu überprüfen bzw. auch hinter die Verkleidungen zu schaun. Hebebühne gibt es und Zeit ist auch.

Welcher Gebrauchtwagenhändler baut Verkleidungen ab um zu schaun wie es drunter aussieht?

Man kauft ein altes Auto und hier ist mit Rost zu rechnen. Wer welchen übersieht muss anschließend damit leben.
Anders wäre es wenn der Anbieter den Rostschaden wissentlich verschweigt. Und das denke ich macht er nicht. Der schaut sich die Autos an was man halt sieht und dann wird er so verkauft. Kommt einer und entdeckt einen Schaden der vorher nicht bekannt war wird am Preis gedreht oder das Geschäft kommt nicht zustande.

Ich hab auch einen bei ihm 2013 gekauft und der hatte an einer Stelle vorne am Prallelement Rost welcher schon beim Heer beseitigt wurde. DAs hat man auf den Bilder nicht gesehen und er wusste nichts davon (davon gehe ich aus) - auf der Bühne hab ich das dann von unten zusammen mit ihm erkannt.
Ich hab das Auto trotzdem gekauft.
Ich bin teilweise überrascht wieviel Rost diese Fahrzeuge haben. Meiner hat außer der einen Stelle sonst keinen Rost. Glück gehabt und ich denke auch das der Karo-Zustand dieser Fahrzeuge einfach als pauschal zu gut angenommen wird und nachher fällt man aus allen Wolken.

Im Kaufvertrag steht auch ausdrücklich das das Fahrzeug Beulen, matten Lack etc. und auch Rost hat. Die Zustandsnote wird mit 3 angegeben. Ich gehe davon aus das er dieses Vertragsformular immer verwendet. Da ist juristisch nur bei arglistiger Täuschen noch was zu machen....

Es gilt auch hier vorher genau hinzuschauen und sich genau zu überlegen was man unterschreibt.

Gruß Bernd

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Ric
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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Ric » 06.04.2020, 12:44

Henry B. hat geschrieben:
05.04.2020, 18:29
Hallo Ric,

die Halter werden unter dem Begriff „Schweißgrips“ beim Korrosionsschutzdepot geführt. Bei meiner damaligen Suche habe ich allerdings weder einen anderen Anbieter, noch eine andere Bezeichnung gefunden. Für den Zweck waren die Teile wirklich sehr praktisch.
Sollte ich jedoch noch einmal eine Küchenfuge schweißen, würde ich es allerdings vermutlich überlappend und nicht mehr auf Stoß machen. Ist deutlich einfacher und sollte mit Sika auch ordentlich gegen Rost zu schützen sein.
Den Zustand des Busses habe ich mittlerweile unter „Lehrgeld“ verbucht. Ich habe halt leider nicht die Verkleidungen abgenommen, so wie Joschi das weiter oben beschrieben hat. Dabei wären die Mängel schon aufgefallen.

Viele Grüße
Jan
Danke für die Info. Ich habe es bei mir auch als Lehrgeld verbucht. Ist deiner der Bus, der Anfang 2019 als komplett rostfrei mit 64tsd km inseriert war ?

Henry27 hat geschrieben:
05.04.2020, 19:51
Nabend Kollegen!
Ich kann die Kritik hier echt nicht verstehn.
Die Busse stehen/standen alle ehrlich da.Da wurde nix überpinselt oder dergleichen.
Der ersteigert die bei Dorotheum,macht das nötigste und die Dinger werden wieder verkauft.
Und wenn als "rostfrei" verkauft wird,dann ist das augenscheinlich gemeint.
Es gibt heute keine unrestaurierten Busse mehr die komplett rostfrei sind...
Bei mir ist auf der Rückfahrt auch ein Keilriemen gerissen.Klar, hätte er den voher tauschen können,weil alt-Hätte mir aber auch einfach beim kauf auffallen müssen...
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@Jan dein Bus sieht doch schon richtig schick aus :bier
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LG Henning
Meiner war bereits komplett übergeduscht -> klassische Verkaufslackierung - so habe ich mich leider auf die Aussagen des Verkäufers verlassen, diese haben sich aber alle als falsch herausgestellt. Hast Glück, dass es bei dir nur der Tacho und du einen im Autausch bekommen hast. Bei mir war es nach knapp 500km (90% Autobahn) das Getriebe (2.Gang), dass ich dann selbst überholen hab lassen.
Grüße Ric

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry27 » 06.04.2020, 16:40

[/quote]
Meiner war bereits komplett übergeduscht -> klassische Verkaufslackierung - so habe ich mich leider auf die Aussagen des Verkäufers verlassen, diese haben sich aber alle als falsch herausgestellt. Hast Glück, dass es bei dir nur der Tacho und du einen im Autausch bekommen hast. Bei mir war es nach knapp 500km (90% Autobahn) das Getriebe (2.Gang), dass ich dann selbst überholen hab lassen.
[/quote]

OK,vor 10 Jahren war das so,dass er das für 800€ zusätzlich mit der Lackierung angeboten hat...
Sorry,aber nen frisch lackierten Bus kauft man auch nicht!
Es sei denn es gibt Bilder oder man kennt den Bus usw.
Hab den Fehler auch bei meinem ersten Auto gemacht!
War auch Lehrgeld :evil:

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von T3TDISyncro » 06.04.2020, 21:02

Also mein Bus war vom Lack so wie er ausgesondert wurde. Lediglich unter dem vorderen Magnetschild war Oberflächenrost zu finden.Das hab ich erst Zuhause entdeckt. Natürlich hab ich auch noch drei weitere Sachen entdeckt die erst etwas später aufgefallen sind. Zum Beispiel ist der Anlasser einen Tag vor dem TÜV Termin kaputt gegangen. Da kann ich aber niemand die Schuld geben, das ist einfach Verschleiß. Über den Rest sind wir uns problemlos einig geworden.
Also ich hab keinen Grund zu meckern.
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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Ric » 06.04.2020, 22:17

Henry27 hat geschrieben:
06.04.2020, 16:40
OK,vor 10 Jahren war das so,dass er das für 800€ zusätzlich mit der Lackierung angeboten hat...
Sorry,aber nen frisch lackierten Bus kauft man auch nicht!
Es sei denn es gibt Bilder oder man kennt den Bus usw.
Hab den Fehler auch bei meinem ersten Auto gemacht!
War auch Lehrgeld :evil:

LG Henning
Sehe ich auch so, nur leider wird der Händler von Vielen empfohlen :roll: weswegen ich mich hinreißen habe lassen. Ja war dumm, gebe ich zu. Ich hätte im Nachhinein hellhörig werden müssen, als der Bus zwei Tage nach unserem ersten Telefonat zur Terminabsprache auf einmal dann doch beim Lackierer stand. Dass, sein Lackierer keine ordentliche Arbeit mehr abliefert, hat er inzwischen selbst eingesehen weswegen nun der nächste noch billigere Ungar die Busse lackiert. Die Diskussion zum Getriebeschaden die ich mit ihm hatte, habe ich dann irgendwann aufgegeben.
Grüße Ric

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry B. » 06.04.2020, 22:35

Ric hat geschrieben:
06.04.2020, 12:44
Ist deiner der Bus, der Anfang 2019 als komplett rostfrei mit 64tsd km inseriert war ?
Nein, ich habe den Bus bereits Anfang 2018 gekauft (ich hinke nur mit der Dokumentation etwas hinterher :looser)

Beim Kauf bekannt war mir der rostige Scheibenrahmen, den der Händler allerdings bereits beseitigt hatte bevor ich ein Veto einlegen konnte. Dadurch konnte ich mir das nicht im Originalzustand anschauen und leider kommt der Rost wieder durch und der Rahmen bzw. die Scheibendichtung ist je nach Schräglage des Busses undicht. Wo die anderen „Reparaturen“ durchgeführt wurden, kann ich nicht sagen.

Um aber wieder auf etwas positivere Aspekte zurückzukommen, ein Bild aus dem sehr schönen Norwegen-Urlaub mit diesem Bus:
Bild

Viele Grüße
Jan

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry B. » 09.04.2020, 18:25

Während des Norwegen-Trips hat sich leider final die Zylinderkopfdichtung verabschiedet. Da bei deren Wechsel das Kühlwasser abgelassen werden muss, habe ich die Chance direkt für mehrere Umbauten/Reparaturen genutzt:
1. Kopfdichtung und Zahnriemen
2. Öldruck und Öltemperatursensor
3. Wechsel auf Edelstahlkühlwasserrohre
4. Wechsel auf das Ein-Keilriemensystem mit nur einer Lima
Bei Demontage des Zylinderkopfes ist mir noch ein durchgerostetes Hosenrohr aufgefallen, was ich aufgrund der sehr dünnen Wandstärke in diesem Bereich getauscht und nicht mehr geschweißt habe.
Leider hat es nicht nur die Dichtung hinter sich, sondern der gesamte Kopf:

Bild Bild Bild

Also habe ich einen anderen Kopf montiert, der mir glücklicherweise von einem alten VW Vorkammerdieselmotor gespendet werden konnte. Einspritzdüsen habe ich mit neuen Flammscheiben umgeschraubt, Glühkerzen habe ich gegen neue getauscht.

Ursprünglich war der Bus mit zwei Lichtmaschinen ausgestattet, um auch ein 24V Bordnetz zu ermöglichen. Bisher lief die zweite Lima bei mir allerdings nur als Spannelement für den Keilriemen mit. Mit den zwei Keilriemen und den zusätzlichen Bauteilen sind arbeiten im Motorraum etwas lästig und bedeuten nur zusätzliches Gewicht und mögliche Fehlerquellen. Daher habe ich im Zusammenhang mit dem Wechsel der Zylinderkopfdichtung auf das Einriemensystem umgerüstet.

Die Kühlwasserrohre hatte ich eigentlich nur präventiv tauschen wollen, aber beim Abziehen des Kühlwasserschlauches auf Motorseite ist der Flansch im Schlauch stecken geblieben und vom Kunststoff abgerissen. Insofern kam der Wechsel also genau richtig bzw. gerade noch rechtzeitig. Die Montage hat sich als etwas aufwendig erwiesen, irgendwie wollten die Edelstahlteile in keiner Richtung so wirklich gut passen. In meiner Erinnerung war die Montage/Passform beim 2WD vor ein paar Jahren irgendwie einfacher.

Im Zuge der ganzen Reparaturen konnte ich noch einen weiteren Defekt der während der Norwegen-Reise aufgetreten ist beseitigen. Denn während der Fahrt ist auf einmal der Tacho ausgefallen. Bis dahin sind mir keine Anzeichen wie Zittern der Tachonadel o.ä. aufgefallen, daher dachte ich während der Reise, dass ggf. nur die Tacho-Welle gebrochen wäre. Leider war es aber das Tachoritzel im Vorderachsgetriebe. Wie an anderer Stelle beschrieben, lässt sich der Sicherungssplint gut mit einer Verlängerung und einem 5mm Austreiber entfernen. Allerdings ist die Hülse, in der die Welle des Tachoritzels läuft, auch ohne den Sicherungssplint sehr feste im Getriebegehäuse. Um das Teil rauszubekommen, habe ich deshalb die Tachowelle mit der großen Mutter wieder aufgeschraubt und einen Hebel zwischen Getriebe und Tachowellenmutter angesetzt. Damit konnte ich dann die Hülse lockern und schlussendlich rausnehmen. So sehen die Hülse und das Tachoritzel dann in ausgebautem Zustand aus:

Bild

Im Vergleich zum Einbau geht der Ausbau dann erstaunlich einfach von statten.
Nachdem auch noch Bremse erneuert und die Spur eingestellt war, konnte der Bus endlich wieder richtig bewegt werden. :bier

Viele Grüße
Jan

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Re: Vom 14“ Bundesheersyncro zum Camper

Beitrag von Henry B. » 19.04.2020, 23:54

Nachdem ich bei der ersten Ausbaustufe nur Alubytul angebracht hatte und eine Wärmedämmung noch ausstand, habe ich das zu einem späteren Zeitpunkt mal nachgeholt. Dazu mussten natürlich wieder alle Möbel ausgebaut werden.
Benutzt habe ich 19 mm Armaflex in der selbstklebenden Variante, was sich sehr gut verarbeiten ließ. Insbesondere wenn ich das mit dem Aufwand von Xtrem-Isolator in Verbindung mit Pattex vergleiche, was ich bei meinem ersten Bus gemacht habe. Inwiefern sich das ganz auch langfristig bewährt kann ich allerdings noch nicht abschätzen.
Bild

Nachdem die Verkleidungen bei dieser Aktion ja alle demontiert waren, habe ich die Gelegenheit noch einmal genutzt um von Innen auf die ehemals rostigen Stellen vor der hinteren Wagenheberaufnahme zu schauen. Glücklicherweise konnte ich hier keine neuen Anzeichen von Rost erkennen.
Die Öldruck- und Öltemperatursensoren hatte ich bereits in Verbindung mit dem Tausch der Zylinderkopfdichtung im Motor verbaut, daher musste ich nun nur noch die erforderlichen Signalkabel verlegen. Zudem habe ich eine Armaturenbrettablage gebaut, die die entsprechenden Anzeigen aufnimmt.
Bild

Ziel war es, die Ablage möglichst flach zu bauen, was maßgeblich durch die Größe der Anzeigeinstrumente eingeschränkt wird. Dabei ist der Rand der Ablage etwas flach geraten weshalb in engen Kurven manchmal davonfliegen können. Das Teil wird demnächst also mal neu gemacht.

Es gab noch eine weitere Ergänzung des Ausbaus in Form eines Tisches. Dieser wird auf der ausgezogenen Schublade abgelegt. Eine zusätzliche Abstützung erfolgt über die Alu-Winkel, welche an der Schublade vorbei unter die eigentliche Arbeitsplatte des Küchenblocks greifen. Dadurch kann der zusätzliche Tisch größer als die Schublade sein und man kann sich dennoch überall abstützen ohne dass die Platte kippelt.
Bild
Bild
Bild

Breite und Länge der Platte sind so gewählt, dass diese bei nichtbenutzung vor Kopf am Küchenblock befestigt werden kann. Dazu habe ich unten zwei Füße befestigt, oben wird das Ganze dann mit einem Gummiband fixiert.
Bild

Der Tisch funktioniert sehr gut und ist eine wichtige Erweiterung für schlechteres Wetter.

Viele Grüße
Jan

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