Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

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derreiss
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Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von derreiss » 04.03.2017, 13:19

Liebes Forum,

ich stehe nun nach zwei Jahren voller technischer Pannen vor einer Grundsatzentscheidung: lohnt es sich, weiter in den Bus zu investieren, oder soll ich ihn so, wie er dasteht verkaufen?

Kurze Historie:
vor etwa drei Jahren runtergerockten T3 JX mit Motorschaden gekauft. Neuen Motor einbauen lassen (Redblock), Innenausbau selbst gestaltet, als Wohnmobil zugelassen. Nach 50Km Probefahrt schießt mir das Kühlwasser hinten raus, Temperatur geht hoch. Motor wieder ausbauen lassen, zurück zu Redblock, wieder auf eigene Kosten einbauen lassen.
Weitere 500Km gefahren, Temperatur trotzdem noch kritisch. Also selbst auf die Suche gemacht. Siehe da: Kühler dicht. Der wurde von meinem Werkstattheini leider nicht mit dem Motor gewechselt (Werkskühler noch drin!). Also neuen Kühler eingebaut, Problem gelöst. Leider nur von kurzer Dauer: auf einer längeren Fahrt gleiches Problem, Kühlwasser wird mitverbrannt, Temperatur geht hoch. Also wieder Zylinderkopf ausbauen lassen, Diagnose: Risse zwischen Wirbelkammer und Kühlsystem.
Mittlerweile stecken mehr als 5000€ in dem neuen Motor und nun funktioniert gar nichts mehr, Entgegenkommen seitens der Werkstatt Fehlanzeige.

Jetzt habe ich einen Bus hier mit defektem Kopf stehen. Der Motor an sich lief vor Kopfausbau wunderbar rund, ich hoffe nur, dass der Block durch die Überhitzung nichts abbekommen hat.

Ein paar Eckdaten zum Bus:

T3 JX, Bj. 1989 - ursprünglich Transporter, vom Vorbesitzer unprofesionell zum Camper umgebaut: Reimo Hochdach drauf, halbhohe Trennwand. Den Innenausbau habe ich selbst gebaut, Westfalia Klappbank, Doppelsitzbank gegen die Fahrtrichtung (alles eingetragen, offiziell Siebensitzer).
Das Getriebe (4 Gang) wurde vor etwa 2000Km überholt, dabei neue Kupplung. Zwei Schiebefenster eingebaut, zweite Batterie nachgerüstet, Spüle, Küchenzeile etc. selbst gebaut, Hochdach mit Teppich ausgekleidet. Gutes Soundsystem verbaut.
An sich steht der Bus ganz gut da, er hat so gut wie keinen Rost, allerdings ist die Lackierung sehr dilettantisch.

Nun das Dilemma: soll ich das Risiko wieder eingehen und einen neuen Kopf draufsetzen? Was ist der Bus in diesem Zustand noch Wert? Soll ich ihn, so wie er ist, verkaufen? Eigentlich möchte ich das Projekt nicht aufgeben, alleine weil monatelange Handarbeit darin steckt. Aber solangsam habe ich keine Hoffnung mehr. Gibt es jemanden im Umkreis 69xxx, der mir beim möglichen Zylinderkopfeinbau helfen kann? Was ratet ihr mir?

Link zu den Fotos: https://www.flickr.com/photos/148311456 ... 8721014762

Vielen Dank schon mal.

Daniel

classick
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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von classick » 04.03.2017, 15:57

Wer sein Auto liebt, der schiebt!
Was willste hören? Das Geld wäre einfach weg wenn du ihn verkaufst. Also, ist es ohnehin ja schon. Da bekommste nicht viel für mit offenem Motor. Selbstgebasteleter Trapo halt. Wenn verkaufen, dann ohnehin nur mit laufendem Motor damit noch ein wenig was rum kommt. Dann kannste dir die Frage immer noch stellen ob du ihn verkaufen willst. Ich wette aber dass er dann bei dir bleibt! Und ich mein, jetzt wo der Motor ehh offen ist, probiers halt selber den Kopf da drauf zu hauen.
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newt3
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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von newt3 » 04.03.2017, 20:00

wenn am block nichts negatives zu erkennen ist:
kopf kaufen. einbauen. ORDENTLICH ENTLÜFTEN und gut.

wenn das halt nochmal schiefgeht (weil der block wirklich einen weg hat) wäre ich dann beim laufenden gebrauchtmotor (also einen den ich vor ausbau probefahren kann. ggf mit komplettem fahrzeug dran. hin und wieder gibt es noch 'ne doka oder pritsche für günstig - oder halt einen 1y/aaz indem man halt einen golf 3 oder was kauft)

------
wenn der motor jetzt offen ist, schreib dir gleich mal auf in welchem übermaß die kolben sind (dann weißt du für die zukunft ob da noch 'ne überholstufe wäre oder nicht)

zusammengebaut dann ruhig mal kompression messen ist auch nicht verkehrt (dann hast du werte und wenn er ein paar jahre sorgenfrei läuft und irgendwas größeres ist kannst du nochmal messen)


----------
so wie auf den bilder und mit laufendem motor kriegst nicht viel.
- die caratsitze wird vielleicht jemand wollen sofern die nicht zuviele macken und fehlteile haben
- die mittelbank mit den 2 klappbaren rückenlehnen ist auch gesucht (Weil die mittig in westi camper mit mittelschienen paßt und man dann noch die schlafbank ausklappen kann)
- der rest bringt am stück mit motorschaden vielleicht 1000 oder 1500€ (und vordersitze sollten dann ja trotzdem welche drin sein). eben an jemand der schlachten möchte oder jemand der gerade 'nen motor rumstehen hat und lust auf 'nen camper hat (oder bewußt ne mark machen möchte....karre günstig abstauben, mit trailer holen, motor reinhängen und mal schauen was der markt hergibt)'

fahrfähig mit laufendem motor aber auch nicht mehr als 4000 (weils eben immernoch 'nen zusammengewürfeltes auto ist auch wenn du dir vielleicht mühe gegeben hast).

letztendlich mußt du ja wissen ob das langfristig weiterhin dein bus sein soll oder ob er grundsätzlich nicht mehr gebraucht wird oder ob dir ein original erhaltenes exemplar was langfristig vielleicht auch im wert etwas steigt besser gefällt (aber ein motorschaden usw kann dir da genauso ereilen).

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Railslide » 04.03.2017, 20:18

Wie sind denn deine Schrauberfähigkeiten?
Motoreinbau, ausbau , Zyl Kopf, sind keine besonders schweren Tätigkeiten. Platz und ordentliches Werkzeug ist halt nötig.
Für einen selbstgebauten Camper, bunt zusammengewürfelt und mit kaputtem, bzw ohne Motor, krigste maximal 1000€.
Da wirst du besser selber weitermachen. Evtl den motor aufgeben und was ganz anderes einbauen.

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Jens Brownstar » 04.03.2017, 21:58

Hi Daniel,

mit kaputtem Motor ist er vermutlich fast gar nix Wert.
Die Kosten für die Reparatur des Motors sollten sich bein Verkauf locker wieder reinholen lassen. Die 5-stelligen Beträge eines originalen Westis wird er nie bringen, aber Dein Innenausbau sieht gut aus und wenn die Technik funktioniert und die Karosse eine ordentliche Substanz ohne sofortigen Handlungsbedarf hat, sollte er eigentlich über 4000 bringen. Erheblich verkaufsfördernd wäre es, wenn er auch noch glänzen und gut aussehen würde.

Ob Du ihn dann behältst oder verkaufen solltest, hängt auch vom Zustand der restlichen Technik ab. In Getriebe, Fahrwerk, Lenkung, Bremsen, Tank usw. kann man locker auch nochmal etliche Tausender versenken und selbst dann bist Du nie vollständig sicher, dass der Kiste nicht doch noch was einfällt, was noch kaputt gehen könnte. Andererseits - was ist die Alternative? Mir fällt auf Anhieb nichts ein mit vergleichbaren Möglichkeiten zum kleinen Preis und mit guter Zuverlässigkeit. Ein kleiner Reisewohnwagen vielleicht. Der ist zwar in der Anschaffung auch nicht billiger, dafür hat er kaum Folgekosten. Geeignetes Zugfahrzeug vorausgesetzt.

Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung!
Jens

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von harm » 04.03.2017, 22:46

Moin!

Wenn er wirklich kaum Rost hat: Behalten! Zumal er den Innenausbau nach Deinem Geschmack hat.

Ich würde vielleicht versuchen, einen anderen Motor zu finden, um erstmal fahren zu können.

Oder das Auto für ein Jahr irgendwo in eine Scheune schieben um erstmal (auch finanziell) Pause zu machen.

Wenn Du den jetzt weghaust, ärgert Du Dich garantiert in zwei Jahren darüber.

Also: Drann bleiben!

Gruss und viel Erfolg!

Harm.

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von DGTL-B » 05.03.2017, 11:26

Wie schon gesagt wurde:
Behalten!

Das Lagern kostet nicht so viel, und wenn du ihn dann wieder herrichtest ist das Geld für die Lagerung locker drin.

Die Geduld mit diesen Fahrzeugen ist manchmal sehr strapaziert, aber oft ist es nur ein letztes Quäntchen was fehlte und dann ist plötzlich wieder alles Top.

Dein Ausbau und die Karosse ist doch gut. Was dem Motor fehlt sollte in Ruhe und mit Geduld geprüft werden. (Evtl. andere Werkstatt suchen, wenn's nicht selber geht).

Ich selbst habe die letzten 2 Jahre viel Geduld und Geld verbraucht, aber jetzt werde ich meinen nicht mehr hergeben!!

Grüße!
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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Netsrac » 05.03.2017, 11:43

Hallo,
ich möchte dir nur abraten selbst einen Kopf draufzubauen. Such dir eine Werkstatt die sich mit sowas auskennt und auf ihre Arbeit Garantie gibt. Das der Block gerissen ist halte ich für unwahrscheinlich. Du hast doch nur eine Probefahrt gemacht? Bei sowas schaut man doch ständig auf die Temperaturanzeige. Ich halte dann auch alle 5-10km an und schaue ob alles ok ist.

Mit dem Kühler ist ärgerlich, zeigt aber nur das man bei einem Motortausch solche Teile gleich mitwechseln sollte. Das hätte auch die Werkstatt, die den Neuen Motor eingebaut hat, empfehlen sollen.

Ansonsten, Kopf hoch, das wird schon.

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Railslide » 05.03.2017, 12:20

Warum Kopf schrauben lassen? Garantie? Wer gibt dir auf dise Altteile noch Garantie?
Das ist nicht so schwierig, wie man meinen möchte. Bis auf den Torx für die Zylinderkopfschrauben braucht man kein Spezialwerkzeug.
Wenn Er es sich zutraut, kann er sich das Geld für die Werkstatt schon sparen.

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Getriebekiller » 05.03.2017, 13:56

Wenn es nur der Kopf ist, such nen anderen und los. Oder nen gebrauchten Motor. Im Zweifel such dir Unterstützung beim Selberschrauben oder nen guten Schrauber. Werkstattmäßig tut es ne Landmaschinenschlosserei auch, die haben von dieser Technik heutzutage viel mehr Ahnung als ne Autowerkstatt.

Denn das Geld kriegst du nicht wieder, die Basis scheint zu passen und du weist, was du hast. Und ein heiler Kopf aus vertrauenswürdiger Quelle wird sich wohl finden.

Gruß Jan

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von BUSbahnhof » 05.03.2017, 17:49

Stimme dem voll zu. Wende dich an einen Busspezi, die kennen mehr Fehler, Tips und Tricks als viele normale Werkstätten. ;-)
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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von derreiss » 06.03.2017, 15:04

Vielen Dank für die vielen Einschätzungen und Ratschläge, ich werde mich nun wohl tatsächlich selbst daran machen, einen neuen Zylinderkopf draufzusetzen.
Ihr habt recht - in ein paar Jahren würde ich mich ärgern und nun habe ich schon den Innenausbau fast soweit, wie er mir persönlich gefällt. Viel "materieller" Wert ist das natürlich nicht und dementsprechend bekomme ich da in dem Zustand nix für.

Jetzt habe ich den alten, schon auseinander gebauten, (vermutlich) gerissenen Kopf da liegen. Nun stellt sich mir die Frage: neuen Kopf mit bereits eingeschliffenen Ventilen holen und alte Nockenwelle drauf? Die kam ja vor 2000Km mit dem Kopf neu.
Bei Tornau bekomme ich den Kopf mit Ventilen für 325€, inklusive Nockenwelle für 465€. Kann ich mir die Differenz sparen oder würdet ihr damit nicht anfangen?
Und ganz generell: kann ich bei Tornau kaufen?

Gibt es denn im Raum 69xxx jemanden, der mir beim Kopf montieren etwas zur Hand gehen könnte?

Viele Grüße

Relaxo
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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Relaxo » 06.03.2017, 15:39

Ich würde den nackten Kopf kaufen und alles umbauen.

Warum vermutlich gerissener Kopf ? wenn der durch is sieht das ein Blinder

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von derreiss » 07.03.2017, 13:41

Ich hab den Kopf nach dem letzten Super-Gau herunternehmen lassen, nachdem es mir das komplette Kühlwasser aus dem System gedrückt hat.
Nach Einschätzung meiner Werkstatt und eines Motorenbauers kann nicht nur die Kopfdichtung für das Ausmaß verantwortlich sein, aber da man am Kopf keine Risse erkennen kann, wird es zu 90% an einem Riss zwischen Wirbelkammer und Kühlsystem liegen.

Ich hab euch mal Fotos vom Kopf und der Kopfdichtung angehängt. Klingt das vernünftig?

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von BUSbahnhof » 07.03.2017, 13:58

Mal ne Querfrage.... wie sieht der Rest deines Kühlsystems aus? Der Kühler wurde erneuert wie du geschrieben hast.
Wurde denn auch korrekt entlüftet? Ggf ein defektes Thermostat?
Es kann auch andere Gründe geben dafür das dein Motor überhitzt und dir das Kühlmittel rausdrückt.

Ein erneuerter Motor mit neuem Zylinderkopf drauf würde ich als allerletztes vermuten bei dem Fehlerbild.
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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von derreiss » 07.03.2017, 14:06

Korrekt entlüftet wurde danach, der neue Kühler wurde auch warm und der Lüfter sprang an.

Nachdem ich das letzte Mal etwa 300Km Autobahn gefahren bin, ist die Temperatur schlagartig hoch und aus dem Auspuff kam weißer Rauch. Abkühlen lassen, nachgefüllt, entlüftet. Nach etwa 50Km das gleiche Spiel.
Dazu kommt, dass der Motor generell zu warm wurde, bevor ich den Kühler erneuert habe, ich denke deshalb, dass er dadurch erheblichen Schaden genommen hat. Viele Möglichkeiten gibt es nicht mehr oder?

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von TottiP » 07.03.2017, 18:56

Doch doch, hab schon erleben müssen, dass beim anziehen der Kopfschrauben die letzten 2 gemäß der Reihenfolge vergessen wurden. Da trat dann auch schlagartig ein ZKD Defekt ein.
Und orakeln, dass der Kopf einen nicht sichtbaren Riss haben soll, halte ich für unangemessen, ein guter Motorenbauer sollte den Kopf abdrücken können und somit Fakten schaffen!
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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von deltaprofi fix » 07.03.2017, 20:05

Saubermachen, neue ZDK und Abfahrt.

Wenn ich mir die Dichtung anschaue, finde ich die ist mehr als tot.

Und nicht vergessen, nur wei es einmal plötzlich eine weisse Wolke gab, heisst es nicht das schon vorher Wasser rausgedrückt worden ist.

Bis beim Bus der Verlust der Wassers gemerkt wird, fehlt schon eine Menge!!!!!!!!!! Vergessen Viele!!!!!!

Ich gebe zu bei dem Kopf würde ich noch nicht mal auf die Idee kommen das der defekt ist.

Ich meine.

Also drauf damit.

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Netsrac » 07.03.2017, 21:31

Hallo,

also das was Totti geschrieben hat ist das einzigste vernünftige. Bin ehrlich gesagt etwas geschockt das sich hier welche zutrauen anhand von Bildern einen defekten Kopf auszuschliessen und empfehlen das ganze auf Verdacht wieder zu montieren.

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von derreiss » 07.03.2017, 21:54

Das mit dem Motor abdrücken wäre eine Option, allerdings ist das unverhältnismäßig teuer, da kann ich gleich einen neuen draufschrauben, meinte der Mechaniker.
Ich bin mir einfach sehr unsicher, ob ich den Kopf - der ja eigentlich noch sehr gut aussieht - mit neuer Dichtung montieren soll und das Risiko eingehe. Naja im schlimmsten Fall stehe ich halt nach ein paar Probefahrten wieder am Anfang...

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von deltaprofi fix » 07.03.2017, 23:32

Netsrac hat geschrieben:Hallo,

also das was Totti geschrieben hat ist das einzigste vernünftige. Bin ehrlich gesagt etwas geschockt das sich hier welche zutrauen anhand von Bildern einen defekten Kopf auszuschliessen und empfehlen das ganze auf Verdacht wieder zu montieren.
Hallo, kurze Erklärung .
Ausschließen tut hier keiner was, nur ist der Einsatz einer neuen ZKD recht schnell gemacht im Verhältnis preiswert , und der man hätte schon Klarheit.
Wir hatten hier schon oft, das die "Teile" kaputt sein sollten, und neu sollten! Hinter her waren es nur Kleingkeiten.
Beim TD ist ne ZDK eine Kleinigkeit.
Ich bleib dabei, ZDK drauf, Kühlsystem richtig entlüften, dessen Funktion überprüfen und Abfahrt .

Ps , würde Totti nicht anders machen, oder mein lieber Totti. Grüße an die Familie :-)

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von TottiP » 08.03.2017, 05:05

Bei dem Zylinderkopf und dem Bild der Dichtung? Ich wäre schon lange wieder auf der Straße damit :mrgreen:
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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Railslide » 08.03.2017, 06:55

Eben. Zusammenbauen, Kompressionstest. Freuen.

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Netsrac » 08.03.2017, 07:20

derreiss hat geschrieben:Das mit dem Motor abdrücken wäre eine Option, allerdings ist das unverhältnismäßig teuer, da kann ich gleich einen neuen draufschrauben, meinte der Mechaniker.
Ich bin mir einfach sehr unsicher, ob ich den Kopf - der ja eigentlich noch sehr gut aussieht - mit neuer Dichtung montieren soll und das Risiko eingehe. Naja im schlimmsten Fall stehe ich halt nach ein paar Probefahrten wieder am Anfang...
Hallo,

das musst du wissen. Wenig Arbeit ist es mit Sicherheit nicht und ziemlich demotivierend wenn das alles umsonst war.

Den Fehler den du gemacht hast ist der, den Kopf voreilig runter zu reissen. Wenn er wirklich Kompression in den Kühlmittelkreis gedrückt hätte, hätte man das messen können. ABer nu ist es so wie es ist.

Nachtrag: Ich scheint ja öfter hier der Fall zu sein, abzuwägen ob man eine defekte ZKD oder sonstwas hat. Für viele BMW Problemchen gibt es da z.B. für solche Probleme Leitfäden wie man sich an die Ursache heranarbeiten kann um erstmal die kleinsten Problemchen auszuschliessen. Vielleicht kann das mal ein Bulli-Profi angehen.

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von yamsun » 08.03.2017, 07:38

Hi,

der Kopf sieht wirklich noch sehr gut aus, der hat ja noch nicht mal Risse zwischen den Ventilen... :bier
Was du aber auf jeden Fall vor einem Wiedereinbau prüfen (lassen) solltest ist, ob er auch nicht verzogen ist.
Also saubermachen, Haarlineal diagonal auflegen und Fühlerblattlehre durchschieben. Verzug darf max. 0,1mm betragen.
Denn ein krummer Kopf wird auch nicht mehr dicht und einmal überhitzte JX Köpfe können sehr krumm sein.

Nicht dass da der Hund begraben ist.

Grüße!
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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Relaxo » 08.03.2017, 09:02

Kopfdichtung war durch, währe ein blöder Zufall wenn der Kopf gleichzeitig einen Riss hat. ich hätte den Kopf auf Planheit geprüft und weder zusammen gebaut.

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von UHT » 08.03.2017, 12:13

ich würde auch mal den Überstand messen und die richtige Dichtung ordern. Nicht das da jemand was falsches verbaut hatte und darum die Dichtung nicht hält.
Ich würde auch den Weg des geringsten Widerstands nehmen, neue Dichtung drauf und fahren.

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von Biberbyte » 08.03.2017, 12:35

Wo kommst du denn her? Vllt. ist jemand in der Nähe der mal drüber schauen kann oder schonmal eine Zylinderkopfdichtung gewechselt hat.

Wenn du jetzt innendrin alles nach deinen Wünschen hast, und der Rest gut aussieht, würde ich nochmal in den sauren Apfel beißen und es nochmal machen.

So wie der Block und der Zylinderkopf aussieht würde ich es einfach wagen und nochmal eine ZKD einbauen.

Grüße

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Re: Grundsatzentscheidung - weiter investieren oder nicht?

Beitrag von derreiss » 08.03.2017, 12:46

Alles klar, dann werde ich Kopf und Block mal vermessen lassen und die richtige Dichtung ordern! Ich wohne in 69120, Heidelberg. Falls jemand in der Nähe ist und mir behilflich sein kann, evtl. sogar Haarlineal bzw. Vermessungszeug hat, sehr gerne melden.
Danke euch vielmals!

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