Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

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_Tobi_
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Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von _Tobi_ » 21.05.2017, 22:51

Hallo alle zusammen.

Ich werde mir wohl in den nächsten Tage einen T3 zulegen!
Was mich jedoch etwas verunsichert sind die Kilometer..
Es handelt sich um einen Diesel 57 Ps Baujahr: 10.1991
und der Motor ist schon 270.000 gelaufen, was mich deswegen etwas vom Kauf abschreckt..
kosten soll er mit Tüv 3000 euro

Da ich nicht vor hatte den Motor demnächst zu wechseln, wollte ich deswegen mal von euch wissen, was ihr denk wie lange so ein T3 Motor mit machen kann. Mir ist bewusst das eine gute Pflege eine wichtige Vorraussetzung ist und meine Frage dadruch etwas verallgemeinert ist. aber könnt ja gerne mal sagen ob man von solchen Bussen dann ehr Abstand halten sollte oder nicht

und wieviel Kilometer haben eure Motoren schon runter?
Und was meint ihr wird in der Zukunft aus dem Diesel? wenn es zum Thema Diesel schon was gibt im Forum könnt ihr mir gerne auch einen Link senden!
Bin etwas verunsichert das Diesel bald teurer in der Dieselsteuer wird und somit das Tanken dann nicht mehr so günstig ausfällt, wie jetzt!

ich habe mich nur echt in den T3 verguckt und mein Gehirn hat schon so abgeschaltet, dass ich nicht mehr logisch an die Sache rangehen kann, deswegen hier die Frage ob die Kilometer etwas viel sind...

Bis dahin.

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von BUSbahnhof » 21.05.2017, 23:05

Wenn die 270tkm noch mit dem ersten Motor runter gespult worden sind, könnte es schon sein das du in den nächsten Jahren mal einen Neuen bräuchtest.
Kommt wie du selber ja sagst auf die Wartung, Pflege und vor allem drauf an, wie er gefahren wurde.
Und das bei 270tkm nach zu vollziehen wird echt schwer....
Bullige Grüße vom Micky
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_Tobi_
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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von _Tobi_ » 21.05.2017, 23:16

danke für die schnelle Antwort :)

Naja der Bus soll angeblich von einer Frau sein die damit durch Europa gefahren ist. Also hat er wohl viele Langstrecken hinter sich.

Ich werden den Bus die Tage nochmal Probe fahren, worauf sollte ich achten um Motoren-Probleme bezüglich des Alters zu merken.

Und wieviele Kilometer hat dein Motor runter?

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Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von yamsun » 21.05.2017, 23:43

Hi,

Mit 270tkm ist der Motor recht wahrscheinlich entweder schon mal ausgetauscht oder komplett überholt worden.
Wie lange der jetzt noch hält wird dir weder der Vorbesitzer noch hier irgendjemand vorhersagen können und deshalb solltest du dich halt beim kauf finanziell nicht komplett verausgaben. Die ein oder andere auch größere Reparatur steht bei so einem alten Auto meistens recht schnell an.
Und lass nach Möglichkeit jemanden mit T3 Erfahrung vor dem Kauf drüberschauen.
Die "Kaufberatungs-PDF" sollte hier im Forum auch noch irgendwo zu finden sein. Ist natürlich Pflichtlektüre...

Grüße

Ps: 270tkm beim 1,7l Diesel würde ich beim Menschen mit ungefähr 105 Jahren gleichsetzen...
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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von Q-Master » 22.05.2017, 00:52

yamsun hat geschrieben:Hi,

Mit 270tkm ist der Motor recht wahrscheinlich entweder schon mal ausgetauscht oder komplett überholt worden.

Ps: 270tkm beim 1,7l Diesel würde ich beim Menschen mit ungefähr 105 Jahren gleichsetzen...
Die Aussagen verstehe ich nicht und kann sie nicht nachvollziehen :gr

Der 1.7er Diesel gilt als robust.
Und warum sollte ein Motor nicht 270tkm laufen? :gr
Mein Wasserboxer hat aktuell 286tkm auf der Uhr und das ist ein Benziner :g5
Ich kenne einen Skoda Oktavia mit1.9er TDI der knapp 800 tkm gelaufen hatte, mit einem Motor, mit Nachweis.
Und es gibt Taxen die haben 1Mio km und mehr auf einem Motor.

Geht alles bei guter Pflege.
Der Haken an der Sache ist nur, niemand kann dir sagen wann der Motor kaputt geht, aber damit muss man leben.
Und bei einem T3 weis man sowieso nicht was er gelaufen hat, da Unterlagen meist fehlen und den Tacho kann man in 15 Minuten auf den Wunschwert einstellen.

Etwas Geld sollte man bei einem T3 eh immer auf dem Konto haben, denn die jüngsten Fahtzeuge werden dieses Jahr 25 :suff
Gruß Stephan,
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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von Max Power » 22.05.2017, 06:20

Man kann schon ungefähr den Zustand des Motors feststellen, indem man Kompression und Öldruck misst und die Höhe des Ölverbrauchs feststellt.

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von TottiP » 22.05.2017, 06:32

Das mach mal bei der Kaufbesichtigung...
Gruß, Totti
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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von rubskey » 22.05.2017, 07:56

:mrgreen:

Bei einer ungefähren Lebensdauer von 30 Jahren sind 270.000km gar nicht so viel. Aber grundsätzlich sollte man bei solchen Laufleistungen immer Geld für einen Motortausch einplanen. Das sollte man aber bei 30 Jahre alten Autos fast immer und auch ein überholter Motor mit 30.000km kann in einer Woche die Grätsche machen. Wenn er gut fährt und der Öl- und Dieselverbrauch laut Aussage der Verkäuferin in Ordnung sind, würde ich darin kein Hindernis sehen. Viel langstrecke ist doch schon mal gut, Touren durch Europa kann auch heißen, dass der Wagen zumindest technisch immer im Schuss gehalten wurde und nicht durchgetreten.
3.000€ klingen ja auch erstmal nicht verkehrt.

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von luckypunk » 22.05.2017, 08:12

Q-Master hat geschrieben:
yamsun hat geschrieben:Hi,

Mit 270tkm ist der Motor recht wahrscheinlich entweder schon mal ausgetauscht oder komplett überholt worden.

Ps: 270tkm beim 1,7l Diesel würde ich beim Menschen mit ungefähr 105 Jahren gleichsetzen...
Die Aussagen verstehe ich nicht und kann sie nicht nachvollziehen :gr

Der 1.7er Diesel gilt als robust.
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Geht alles bei guter Pflege.
Der Haken an der Sache ist nur, niemand kann dir sagen wann der Motor kaputt geht, aber damit muss man leben.
Und bei einem T3 weis man sowieso nicht was er gelaufen hat, da Unterlagen meist fehlen und den Tacho kann man in 15 Minuten auf den Wunschwert einstellen.

Etwas Geld sollte man bei einem T3 eh immer auf dem Konto haben, denn die jüngsten Fahtzeuge werden dieses Jahr 25 :suff
Du kannst nicht die großen WBX mit den viel zu kleinen Dieseln vergleichen. Der KY ist zwar der robusteste Diesel im T3, aber bleibt weit hinter der normal möglichen Laufleistung zurück, die er im PKW hätte.
Wie eben auch der CS und JX: ein als dauerbelüfteter Frontmotor konzipiert aber im schlecht belüfteten Heck eines viel zu schweren Fahrzeugs.
So wurde der T3 zu dem wohl einzigen Fahrzeug der Welt, bei dem die Diesel kurzlebiger sind als die Benziner. Mal so über den Kamm geschoren, Ausnahmen gibt es immer.
Und vor allem unter hoherLast leiden: auch den KY kann man schnell verschleissen wenn man ihn immer vollgas fährt, gerade auf der Autobahn am besten noch mit hoher Zuladung. Und das wird oft gemacht: Diesel gelten halt als vollgasfest und langlebig, vor allem tut Vollgas im Vergleich zum Benziner finanziell nicht weh...somit werden sie gerne maximal getreten.

Und mit nem moderneren 1,9er TDI kannst Du überhaupt nicht ankommen. Nicht vergleichbar. Und Taxen werden wesentlich regelmässiger gewartet. Macht mit nem alten Bus kaum einer....

Und ja, ein KY mit der Laufleistung, der immer noch top läuft ohne grossartige Verschleisssymptome, ist entweder schon mal getauscht/überholt, oder von Anfang an top gewartet und gepflegt (solche Besitzer haben dann aber meist alles akribisch gelistet). Und selbst dann weiss man nicht wie er wirklich gefahren wurde und gewartet, der kann einem immer noch um die Ohren fliegen.
2E Luftansaug im rechten Ohr http://www.bulliforum.com/viewtopic.php?f=75&t=81806

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von puckel0114 » 22.05.2017, 09:27

Mein jx hatte beim Ausbau auf dem Block knapp 400tkm drauf. Bei 300tkm gab es neuen Kopf, kolbenringe und einmal mit der hohnbürste durch. Der lief einfach.
Gruß aus Bielefeld
Volkmar

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von luckypunk » 22.05.2017, 09:31

puckel0114 hat geschrieben:Mein jx hatte beim Ausbau auf dem Block knapp 400tkm drauf. Bei 300tkm gab es neuen Kopf, kolbenringe und einmal mit der hohnbürste durch. Der lief einfach.
Hast Du die 400.000km selber gefahren?

Wie gesagt, Ausnahmen gibt es immer. Ich hatte einen schwer ausgebauten Womo-JX, den ich nicht gerade geschont hab.

Der Vorbesitzer hatte ihn mit Kopfschaden und sicheren 120.000km gekauft, nen neuen Kopf reinbauen lassen plus FÖK.
Es selber hat ihn zweimal im Jahr mit Hänger mehrere Tausend KM nach Spanien und zurück gefahren. Immer Top gewartet.

Hab ihn dann mit 165.000km gekauft, dann bei 300.000km war der Block aber durch. Also nicht defekt, aber Kompression gleichmässig an der Verschleissgrenze. Öl und Wasser waren okay, aber man hat es schon an der Leistung gemerkt....Wäre aber sicherlich selber überholbar gewesen, also auch Ringe und Hohen, bin ich mir sicher. Hab dann aber doch nen überhohlten Block genommen da mir ein kostenloser Komplettkopf über den Weg lief....
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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von zato » 22.05.2017, 10:08

Hallo
ich habe mit meinem 1989er California 350.000 km geschafft, jetzt habe ich den Motor komplett überholt und hoffe das gleich nochmal zu schaffen.
Gruß
Stefan

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von newt3 » 22.05.2017, 10:16

bei besichtigung:
- öldruck und kompression machen ist da in der regel nicht praktikabel. es besteht ja die chance was kaputtzumachen (gewinde für die öldruckschalter, dreck oder späne, einspitzleitungen, leckölleitungen, düsennadel etc pp). kann man einem verkäufer eigentlich nicht zumuten (es sei denn der typ hat plan von autos und ihr habt diese daten als zünglein an der wage für kauf oder nicht kauf. dann vereinbart das so und meßt halt unmittelbar). ich denke aber den aufwand wird kaum jmd treiben
- achte auf anspringverhalten (sollte mit ksb vernünftig gleich anspringen und schnell rund laufen), ohne ksb kann es sein dass er je nach motortemperatur ein paar sekunden orgelt. 'ne blaue wolke beim start ist ein zeichen für einen gewissen öl verbrauch. ne graue wolke ist eher normal. ne weiße wolke während der fahrt oder auch schon im kaltlauf läßt ggf auf wasserverbrauch schließen
- frag die vorbesitzerung was er an öl verbraucht (beim turbodiesel verbraucht er meistens was. saugdiesel eher nicht soviel bis gar nichts) und ob er wasser verbraucht (sollte er nicht. wenn ab und an was fehlt mußt das aber nicht nichts schlimmes heißen. meist sind das dinge wie heizungsventil, wärmetauscher unter der rückbank, ne lose/müde federband/rohr-schelle an irgendnem schlauch, manchmal sind auch die kühlwasserrohre vorm abrutschen, undichter wasserflansch etc pp. sprich wenn mal wasser fehlt kann es 'ne kleinigkeit sein - wenns dumm läuft aber auch ein riss im block oder kopf oder auch kopfdichtungsprobleme)
- achte auf geräusche. im kaltlauf etwas nageln (harter lauf) ist je nach einstellung normal. im warmlauf läuft er dann aber in der regel etwas weicher. wenn ungewöhnliche geräusche sind dann guck/lausch wo die herkommen (ob von innen oder aussen. mitunter verspannte einspritzleitungen, ggf ein zu loser keilriemen der irgendwo flattert, gerisseine auspuffhalter etc pp). kommts eher aus dem motor dann lieber finger weg
- zahnriemenabdecklung schaust du mal dahinter. der riemen sollte keine franzen haben. normal läuft er ca mittig auf dem esp rad - etwas versetzt ist auch kein thema aber eben immernoch so dass der riemen komplett auf dem rad läuft und nirgendwo schleift)
- kühlwasserhauptbehälter muss voll sein. der zweite behälter (hinter serviceklappe/kennzeichen) sollte nicht leer sein(aber auch nicht voll. hat ja einen min und max strich und irgendwo da steht das). im wasser sollte kein öl zu sehen sein, keine braune gelartige sauce.
- beim fahren schaust du was die temperaturnadel macht. zündung ein sollte es kurz blinken und dann ausgehen, läuft der motor klettert die nadel irgendwann los, wenn das thermostat beginnt zu öffen (das sollte nach 3-7km passieren...wenn ihr mit kaltem motor losgefahren sein) und irgendwann sollte die nadel wie angewurzelt stehen bleiben (solange ihr nicht irgendwelche pässe hochfahrt). machst du die heizung auf kann es sein dass es nochmal minimal bewegung gibt. die heizung sollte bei warmem motor relativ schnell warmluft liefern (kommt an den füßen nur kaltes stimmt was nicht). die wasser-led sollte während der fahrt nie blinken
- die öldruckkontrolle(ebenfalls led) geht nach dem motorstart aus (zwischne 0 und 10 sekunden danach ist die aus). es sollte während der fahrt kein blinken oder summen kommen. wenn es nach einer schnellfahretappe im standgas (ampel nach der autobahnabfahrt, autobahnrastplatz etc) blinkt dann hast du vermutlich grenzwertigen öldruck(mit leichtem druck aufs pedal also erhöhter drehzahl geht die dann aus). das wäre ein indiz für öldruckprobleme die von verschlissenen lagern im motor stammen können
- schauen ob irgendwo diesel steht oder klebt. falls ja dann mal ordentlich saubermachen. ggf ist die pumpe undicht (je nachdem wo ist das einfach oder etwas komplizierter)
- auch gucken ob irgendwo öl häng, trieft, tropft. je nach stelle ist das mehr oder weniger aufwendig. manchmal läßt sich ahnen wo es herkommt. oft ists eher ein raten
- schau auf den motorkennbuchstaben. der steht auf dem motorblock. viele motoren sind schon getauscht. in so manchem bus mit 1.6d werkel ein 1.7d. in so manchem bus mit 1.7d einer mit 1.6d. manchmal sind auch 1.9er verbaut.auch die anbauteile anschauen. in manchem bus mit angeblich saugdiesel werkelt ein turbodiesel - in manchem bus mit angeblich turbodiesel ein saugdiesel. gerne wurden auch golf oder passatmotoren verbaut die dann andere kennbuchstaben haben. ist bzgl motorkennung und erscheinungsbild irgendwas auffällig dann genau hinschauen (welcher motor ist es, welche einspritzpumpe sitzt da drauf, was steht ggf auf den einspritzdüsen, ist bzgl gashebel oder einspritzleitungen irgewas gefrickelt) etc pp. ich sag mal bei 25% aller bussen erlebst du irgendwelche frickeleien (von kleinigkeiten bis hin zum komplett falschem motor oder einer mischung aus diversten motoranbauteilen). solche frickelleien zu beseitigen ist nervig (und du kannst bei vielen davon ausgehen, dass sie aus der not heraus oder aus sparsamkeit gemacht wurden anstelle das vernünftig original mit einem neu oder AT-teil zu lösen)

------------
nach dem kauf:
vernünftige große inspektion am motor. will heißen
- schau dir alle wasserschläuche an. wirkt irgendwas porös dann besser direkt tauschen. wasserrohre anschauen (wenn die noch aus kunststoff sind und nicht aus edelstahl sind zu 95% die hülsen am wandern. bei der laufleistung schon fast zu 100% gewandert und die kragen weg. dann steht ein wasserrohrtausch an)
- ölwechsel, filterwechsel
- wenn du es gut meinst auch das kühlwasser mal durchtauschen. ggf mal den flansch vom thermostat ab und ein blick auf die flügel der wasserpumpe. tauscht du die wasserrohre dann ergibt sich der wassertausch ggf von selbst. mischung mit entsprechend frostschutz
- kühler mal anschauen ob da die luftleitpappen vorhanden sind, wenn nicht nachkaufen. sind die lamellen intakt (ein paar verbogen ist nicht schlimm aber große flächen sollten es nicht sein). ist der kühler noch dicht. klar kann man den auch einfach prophylaktisch ersetzen (dann aber bitte ein gutes markenprodukt)
- ventilspiel prüfen (ggf einstellen)
- einspritzdruckleitungen anschauen. wenn die schon arg rostig sind dann besser tauschen. aber auch sonst kan nes eigentlich nicht schaden schonmal ein geweih als ersatz ins fahrzeug zu legen (sofern es nicht gerade frisch getauscht wurde). der oder die klammern sollten montiert sein damit die leitungen gemeinsam schwingen und nicht jede einzeln (das führt frühzeitig zu rissbildung weil sie dann doller schwingt oder so)
- leckölleitungen anschauen ob die ok sind (wenn grenzwertig/porös dann neu machen). ansonsten einfach grundsätzlich nen meter spritschlauch in passendem durchmesser (3 bis 3.5 mm innendurchmesser. 3.2 sind glaub optimal) ins boardwerkzeug packen
- einspritzdüsen kann man mal abdrücken. ist kein muss aber kann nicht schaden und wenn da was auffällig ist dann neue düsen (incl neuer flammscheiben). nahe der düsen sollte auch kein diesel stehen sonst ist entweder ne leckölleitung undicht oder auch ein düsennippel oder eben ne druckleitung.
- sind die düsen mal draussen bietet sich gleich ne kompressionsmessung an (auch das macht sinn am gebrauchtem motor. ist irgendwann was größeres an dem motor weiß man dann ob man da ggf noch einen reperaturversuch macht (zb tausch von kopf oder auch untenrum neue lager) oder ob man besser gleich ne richtige überholung macht.
- das gleiche auch beim öldruck.messen (ist der schon mies dann ggf ölpumpentauscht, neu lagern oder eben direkt ne überholung)
- ölundichtigkeiten beseitgen sofern da irgendwas ist (sprich reinigen. schauen wo es herkommt. und eben reparieren).eigentlich ists auch nicht dumm sich ein zusatzinstrument für den öldruck reinzupacken (dann siehst du gleich, wenn sich was verändert und nicht erst wenn summer oder lampe kommen)
- zahnriemenwechsel (ordentlich nach vorschrift incl einstellung des förderbeginns)
- elektrik vernüftig prüfen. funktioniert die vorglühanlge wie sie soll. glühen alle 4 kerzen und ist die sicherung in intakt (ist sie hin mußt im kaltstart ohnehin lange orgeln. sind 1-3 kerzen defekt läuft er nach dem kaltstart sehr unrund, rußt und läuft erst nach gasgeben ordentlich). macht die wasseranzeige und led das was sie laut betriebsanleitung soll (nach zündung an. wärhend des motorlaufst. und man kann auch bei laufendem motor mal den stecker am behälter abziehen und schauen obs dann losblinkt). öldruck das gleiche (wenn eine dynamische öldruckkontrolle existiert dann ruhig mal prüfen ob die das macht was sie soll). batterie schaust du mal ob die kappen hat und wieviel wasser halt drauf ist. schau dass polkappenabdeckungen da sind (rutscht der pluspol ab kann es brandgefährlich werden). überhaupt mal alle kabel und steckverbindungen im motorraum prüfen (und was da grenzwertig oder gefrickelt ist eben neu machen). kühlerlüfter vorne mal prüfen (sicherung, schalter überbrücken) der ventilator wird im alltag selten gebraucht (aber bei der passfahrt im urlaub eben schon oder bei hitze im stau vor der italienischen mautstelle...)
- ölwechsel und filterwechsel sind selbstverständlich, luft und dieselfilter auch einfach neu.
- keilriemen auch neu machen (sofern sie nicht erst frisch getauscht sind). die/den alten intakten legst dir als ersetz ins auto (vielleicht helfen sie dir in 10 jahren nochmal oder auch irgend einem anderem busfahrer unterwegs...). wenn die jetzigen erst frisch sind tät ich mir trotzdem 2 neue als ersatz reinlegen (die quali der riemen ist ja durchaus unterschiedlich. mitunter ist auch nicht der riemen schuld sondern irgend ne riemenscheibe. kann also bei frischen riemen auch sein dass die schnell wieder hin sind von daher ist ersatz dahaben immer gut)
- einspitzpumpe sollte sauber eingestellt sein. förderbeginn machts ja beim zahnriemen mit. standgas und restmenge sollten passen (sprich vernünfig an der rußgrenze eingstellt) (zu wenig menge ist doof. dann ist er untenrum unnötig schwach, spart auch keinen sprit weil man ihn dann ggf in höhere drehzahlen tritt bevor man schaltet. zu viel menge ist doof dann rußt er unnötig

wenn das alles paßt dann gute reise. ab da dann einfach vernünftige wartung. regelmäßig mal reinschauen, ölstand, wasser, intervalle einhalten usw.
ein 1.7er saugdiesel kann nach 270tkm durchaus noch 100 oder 200tkm fahren. er kann aber auch kurz vor fertig sein. gleiches gilt auch für einen motor der deutlich weniger gelaufen ist. es kommt immer drauf an was mit dem motor gemacht wurde (sowohl fahr als auch wartungs un reperaturtechnisch).
ein motor kurz vor fertig ist eigentlich auch kein kaufhinderungsgrund. es sollte sich halt ggf im preis leicht auswirken. machst ihn dann einmal vernünftig neu (ordentliche überholung oder direkt einen at kaufen) dann hast mit ordentlicher wartung und inspektionen halt hoffentlich 10, 20 jahre ruhe. ist auch ein schönes gefühl beim reisen - vielleicht ein schöneres als zu wissen der ist 30 jahre alt, pfeift schon fast aus dem letztem loch (was öldruck oder kompression angeht)

wie gesagt schau bei kauf ordentlich hin. mach ne ordentlich große wartung nach kauf. sei beim fahren aufmerksam (geräusche, ölmenge, wasserstand, regelmäßiger blick auf zahn und keilriemen ), wartungsintervalle einhalten (öl + filter, ventilspiel, zahnriemen). der rest ist dann einfach glücksache., wie bei jedem anderem gebrauchtwagen auch. wenn dann IM motor was hops geht stehst halt leider nicht drin. die meisten schäden entstehen aber durch irgendwelche vorschäden von aussen (fahren mit zu wenig öl, pinkelnde düsen, hitzeschäden durch fahren mit zu wenig wasser oder flasches entlüften, keilriemenriss bei heißem motor und die fahrt auf den rastplatz, defekter kühlerlüfter etc pp). vieles steck der motor weg aber manches räscht sich eben irgendwann (verkürzt mitutner dann halt die lebensdauer)

in meinen augen gibt es KEINEN grund einen bus der vernünftig dasteht mit 270tkm auf dem motor nicht zu kaufen.
man sollte halt gucken und lauschen ob der motor gesund ist und ihm die nötige pflege geben. macht man letzteres nicht kann auch ein motor der deutlich weniger gelaufen hat sehr schnell platt sein. der weitaus wichtigere faktor für ein langes motorleben, neben der laufleistung, bist letztendlich DU.
(bzw auch die vorbesitzer)
---------------
und wenn der motor doch schnell hops geht:
- gebrauchter kompletter kostet zwischen 400 und 1000€ je nachdem wie kompeltt usw. idealerweise kann man ihn probefahren oder bekommt zumindest ne zusicherung dass er ordentlich läuft und kein öl oder wasser säuft (ggf gemeinsamer einbau...). einbau in eigenregie incl kleinteilen und kleiner inspektion keine 200€ (die wäre am alten motor eh irgendwann ja auch fällig gewesen...). ne werkstatt nimmt fürs reinhängen/umhängen eines motors sicherlich 500-1000€ (je nach umfang und neuteilen. ggf auch mehr wenn man viel neu macht)...da ist schnell soviel dass es eigentlich zu teuer ist um 'einen gebrauchten zu risikieren'
- atm (überholter rumpf+neuer kopf) kostet ab ca 1500€. einbau in eigenregie je nach neuteilen 200-500€. läßt man es eine werkstatt machen dann 800-2000€ (je nach umfang und neuteilen). natürlich kommt es auch immer drauf an woher man seine teile bezieht (du kannst für 4 einspritzdüsen incl haltern 160€ ausgeben. du kannst das gleiche auch pro düse ausgeben wenn du in einer apotheke kaufst. selbiges gilt auch für diverse andere teil. ein billiges teil ist nicht immer schrott während ein teures nicht immer besser ist - es kommt er ganz konkret auf das teil an was man kauft (eben die qualität) und was ein händler dafür verlangt ist teils sehr unterschiedlich.

------------
unser jx (1.6turbodiesel) im alten bus hat auch über 300tkm geschafft. danach kapital hochgegangen aber es gab vorher durchaus einige warnsignale bei denen man hätte einschreiten können (erhöhter ölverbrauch. schwächelnder öldruck...sprich neu lagern oder ne neue ölpumpe hätten das ggf verhindert. ne kompressionsmessung wäre da vorher sicherlich sinnvoll gewesen und hätte dann sicherlich ergeben das man lieber den kompletten block überholt anstatt so einzelreperaturen zu probieren....daher gabs eigentlich nur: fahren bis er platt ist. oder eben wirklich das große programm. haben ersteres gemacht aber eben trotzdem wartung und vernünftigem rahmen nur öffen oder komplett tauschen wollten wie ihn halt nicht).
und ein paar strapazen wie keilriemenriss und eben die fahrt zum rastplatz(haben kopf und kopfdichtung wunderbar überlebt) oder nen alpenurlaub mit defektem kühlerlüfter (heizung auf schaft ja auch was weg) hat er zb tapfer weggesteckt.

bei einem saugdiesel ist die chance dass er jenseits der 300tkm noch eine ganze weile läuft durchaus noch höher als beim turbodiesel (weil der thermisch viel belasteter ist mit seinem heißerem öl und heißerer verbrennungsluft komprimiert aus dem lader) aber letztendlich kommt es immer auf den konkreten einzelfall an.

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von puckel0114 » 22.05.2017, 10:48

Ingesamt hab ich den Motor 130tkm gefahren.
Aber durch Kontakt zu den Vorbesitzern weiß ich, dass es der erste Motor war, dafür aber das dritte Getriebe;-)
Gruß aus Bielefeld
Volkmar

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von Holz.-Hammer » 22.05.2017, 11:13

Ich habe einen KY Saugdiesel in Ungarn aufarbeiten lassen der mir in dort kaputt gegangen ist. Ich habe zwar einen Ersatzmotor mit gebracht, aber den war nicht komplett zu gebrauch, und somit musste man aus 2 mach 1 machen. Manche Teile sind dann selbstverständlich neu eingebaut worden.

Paul S.
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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von Paul S. » 22.05.2017, 12:07

_Tobi_ hat geschrieben: Und was meint ihr wird in der Zukunft aus dem Diesel? wenn es zum Thema Diesel schon was gibt im Forum könnt ihr mir gerne auch einen Link senden!
Bin etwas verunsichert das Diesel bald teurer in der Dieselsteuer wird und somit das Tanken dann nicht mehr so günstig ausfällt, wie jetzt!

Diesel ist bäh (war in den 80ern umgekehrt, egal), Benzin hat den Vorteil, daß der jetzt schon höher besteuert wird - was aber nicht heißt daß man den nicht noch höher besteuern kann. :mrgreen:
Ich würde nen Kerosin- oder Schwerölmotor empfehlen, da wird die Umweltsau noch nicht durchs Dorf getrieben, auf jeden Fall wird nicht hoch besteuert... :tl

Mein erster T3 war vor 15 Jahren ein blauer BW-Standortverwaltung KY mit 90tkm und sagenhaften 5 Liter Verbrauch*, hatte ich nicht lang, ging recht zügig zum Händler meines Unvertrauens zurück.
Der nächste von Privat mit Austauschmotor war gut.
Hab aber auch schon mal einen JX mit 380tkm auf dem ersten Motor geschlachtet, der war wirklich schön gleichmäßig verschlissen und hat aus dem allerletzten Loch gepfiffen.

Kombiniere: Motor kann halten, oder auch nicht.

Schau dir die Verkäufer an, frag die zu Ölverbrauch etc, Fokus auf die Karosse, und leg Geld zurück für den Fall der Fälle.

*Öl auf 1000km
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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von PMS » 22.05.2017, 12:17

Möchte jetzt kein neues Topic auf machen und ich hoffe dem Topic-Eröffner macht es nichts aus wenn ich hier mal in die Runde frage wie es den bei einem Wasserboxer aussieht?
Wie kann ich abschätzen was ein Motor wirklich runter hat?
Gibt's Kompressionswerte die man zuordnen kann?

Hintergrund ist mein DJ, der angeblich nur 120Tkm runter haben soll, aber es könnten auch 220 oder gar 330Tkm sein :kp
Na ja, letzteres wohl eher nicht beim DJ....oder?

Gruß
Tom
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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von Relaxo » 22.05.2017, 12:31

Bei der Laufleistung ist es entweder nicht er erste Motor oder Bus stand sehr lange. Meiner hat mindestens den 3. Motor, der hat jetzt angeblich
130.000km drauf. Du kannst natürlich die Kompression messen um die Vitalität zu bestimmen, das sagt aber nix über die Laufleistung aus.

Ich hatte mal ein Ford Escort Cabrio mit über 350.000km auf der ersten Maschine, lauf Internet Meinung hält so ein Motor höchstens 150.000km. Kompressionswerte wie neu, lief Sparsam und erreichte noch locker die Höchstgeschwindigkeit. Laut Rechnungen wurden über 20 Jahre alle Wartungen durchgeführt und zwei mal der Zylinderkopf (teil-)überholt. Ich will damit sagen: Wenn man den Motor pflegt, nicht zu heiß oder mit zu wenig öl Fährt sind auch weit überdurchschnittliche Laufleistungen möglich.

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von Max Power » 22.05.2017, 20:03

Einem Interessenten, der bei der Verkaufsbesichtigung nicht mit mir die Kompression misst, verkaufe ich kein Auto. :tl

Soll ja in gute Hände kommen.

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von PMS » 23.05.2017, 09:33

Service Heft oder HU Berichte sind natürlich auch aufschlussreich, aber bei langer Standzeit können diese auch schon länger zurück liegen.
Aber einfach so den Motor ausbauen und zerlegen wollte ich jetzt auch nicht.... :gr
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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von Bus-Froind » 23.05.2017, 09:51

Entscheidend ist doch weniger die Laufleistung, als der gefühlte Zustand.
Provokant: Was nützt mir ein Auto mit 15.000km Dakar-Rallye auf der Uhr?
Wenn Fahrleistung/ Geräusch/ Verbrauch/ Temperaturen und vielleicht der Öldruck (bei entsprechendem Instrument) in Ordnung sind, ist doch alles gut.
Max Power hat geschrieben:Einem Interessenten, der bei der Verkaufsbesichtigung nicht mit mir die Kompression misst, verkaufe ich kein Auto. :tl
Soll ja in gute Hände kommen.

Dem ist nichts hinzuzufügen! ;-) :bier

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von Jens Brownstar » 24.05.2017, 07:44

Hi,
mit 270tkm kann der Motor fertig sein - muss es aber nicht. Das blöde ist: Mit 80tkm kann der Motor genauso fertig sein - muss es aber nicht.
Ich würde den Kauf nicht von den KM abhängig machen sondern vom Gesamtzustand.
Gruß, Jens

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von luckypunk » 24.05.2017, 08:30

Ich würde mittlerweile persönlich einen Motorschaden mit Top-Karrosserie vorziehen, wenn die restliche Gesamttechnik erst mal grob in Ordnung ist.

Es ist halt oft so, das bei nem mit 270.000km verschliessenen Motor auch Getriebe und Bremsanlage ne komplette Überholung bedürfen, wenn nicht schon gemacht. Auch Servo und Fahrwerk können sich dazu-summieren. Undundund.

Aber das dann günstigerweise in absehbarer Zeit, nicht eben sofort. Muss man aber mit einkalkulieren.

Andererseits: ne miese Karrosse kann auch nen Reparaturstau der gesamten Technik mitbringen...

Von daher stimmt es schon, es kommt drauf an wie viel man auf einmal hinlegen kann, wie schnell man den Bulli einsatzbereit haben will, wie viel Zeit man hat um ihn entweder sofort komplett oder nach und nach herzurichten. Und ob er nur als Zweitwagen oder auch als Alltagsauto dient. Dann muss man eben sehen ob das der Bulli der Begierde erfüllt.

Ich hatte den WhiteStar damals parallel zu meinem alten Bus. Hab dann über ein halbes Jahr die gesamte Technik gemacht inkl. 2E.
Braucht halt erstmal nen Batzen Kohle. Dafür war dann erstmal Ruhe, ich fahr schon lieber mit ´nem Guten Gewissen und Gefühl ins Ausland....
2E Luftansaug im rechten Ohr http://www.bulliforum.com/viewtopic.php?f=75&t=81806

"Mir kommt kein Auto ins Haus in dem man nicht Kacken, Schlafen, Kochen und mit soviel Gepäck reisen kann!"


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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von _Tobi_ » 24.05.2017, 15:58

vielen Dank für die vielen Antworten!
Da haben mir viele echt geholfen,
auch ein besonderes Danke an newt3 mit seiner
bei besichtigung
Hilfe
ich schaue den T3 am Freitag nochmal an und werde versuchen die Tips ab zu arbeiten.

Das Problem ist, dass der Bus beim Händler steht. und beim letzen Besuch machte der nicht den Eindruck, als ob der irgenwas über den Bulli weiss..
Nur das er relativ neu Lackiert wurde, wenig rost hat. Und irgendeiner jungen Frau gehört hat, die damit durch Europa gefahren ist.
Der letzte Service war vor 2 Jahren und muss neu gemacht werden. Am Motor sah es nicht so besonders aus, die lichtmaschine sah neu aus, also scheint schon mal was gemacht worden zu sein. Ansonsten konnte ich nicht viel sehen, ein paar Schläuche sahen aus als wenn man sie mal wechseln werden sollte...

ich werden Freitag nochmal den T3 besichtigen und dann richtig auf alles achten. Die Karosse hatte fast keinen Rost. einer der Einstiege wurde schon mal gemacht, wie es aussieht.
Nur an der Schiebetür ist wohl durch einen Undichten Gummi Wasser rein gekommen, unter der Schiebetür fängts also an zu gammeln, das war es aber bis jetzt auch.v
ist es schwer den rost dort zu bekämpfen? Tüv relevant sollte es ja nicht sein. Der Händler macht auch beim kauf neuen TÜV.

Ich bin schon ziemlich am überlegen den Bulli zu kaufen
und wie gesagt nur der Motor macht mir bis jetzt sorgen und die Ahnung habe ich jetzt auch nicht, aber die kommt dann mit der Zeit :lol:

Ist halt echt etwas doof das mir die Ahnung fehlt aber ich werde einfach die Kaufberatungen abarbeiten und dann mal sehen was mein Bauchgefühl so sagt. Gefahren bin in ich den T3 auch noch nicht. Vllt merkt man dann ja sofort das was falsch ist!

Ich kann ja dann noch mal sagen wie es abgelaufen ist

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Re: Wie viel Km haben eure Motoren runter? Ab wann lohnt der Kauf nicht mehr?

Beitrag von goose111 » 24.05.2017, 16:24

Alles relativ, und zum Thema Diesel und Zukunft sag ich nur, das lasse ich auf mich zukommen und fahre dann nur noch dort, wo ich darf.

Zum Thema Haltbarkeit:

1. Mein erster Bus, die gute alte Goose, habe ich neu gekauft (JX und 5-Gang), und dann gefahren, gefahren, gefahren, .... Da waren Durchnitte zwischen 6,63 Liter und 16 - 17 Liter auf 100 km bei, von Nachlaufenlassen bei heißem Motor hatte mir keiner was erzählt, kein zusätzlicher Ölkühler, rund um's Jahr im tiefsten Winter und heißesten Sommer, und der Motor hat dann ungeöffnet von November 1987 bis Mai 2004 gehalten. Bei ~ 321.000 km auf dem Buckel und nach gut 17 Jahren hat die Kopfdichtung nicht mehr mitgemacht und einen Wasserkanal nach aussen geschossen.

2. Der Highway Bully hat im Sommer 2007 einen gebrauchten JX spendiert, der 180.000 km auf der Uhr hatte. Laut Vorbesitzer stammte der aus einem Telekom-Syncro, wo bei 100.000 km der Kopf und Turbo von der Telekom gemacht und dann der Bus verkauft worden war. Er hatte dann mit Ölkühler gefahren und den Motor immer gepflegt. So einen knochentrockenen Motor hatt eich seit langem nicht mehr, der war so trocken, da fing sogar der Block an zu rosten :-) Leider hat der Turbolader sich dann letztes Frühjahr dahingehen verabschiedet, dass kein Ladedruck mehr aufgebaut wurde (Schaufelrad Frischluft lose auf der Welle), und da die Kopfdichtung anfing, im Bereich zwischen 3. und 4. Zylinder zu schwitzen, was innerhalb der nächsten 2 Jahre dann einen Wechsel der Kopfdichtung mit Kopf bedeutet hätte, habe ich dann auf AAZ umgerüstet. Ich habe mit dem Motor gut 40.000 km zurückgelegt, und der läuft heute wieder in einem Bus auf Rügen.

3. Die Army Goose habe ich von KY auf JX umgerüstet und mir dabei einen gebrauchten JX mit angeblich 180.000 km auf der Uhr geholt. Der Motor war insofern ehrlich, als dass er verölt war, und relativ kurz nach Einbau war dann die Kopfdichtung so durchgesifft, dass sie gewechselt werden musste. Mit den üblichen Nebeneffekten, neuer Kopf mit neuen Düsen und Glühkerzen, neue Kolben und Ringe und neue Pleuellager (die Werkstatt hatte eine hängende Düse als Lagerschaden interpretiert :lol: ) . Als ich den Wagen aus der Werkstatt abholte war ich total überrascht, Zündschlüssel rumdrehen und der Motor stand, keine weiteren Nachdrehungen, also volle Kompression. Im übrigen waren auf den Zylinderwänden noch die Hohnspuren zu sehe gewesen. Jetzt habe ich einen JX da hinten drin, der mich vermutlich überleben wird.
Gruß

Hubert The Goose
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