Was wird aus uns Bullifahrer in der Zukunft

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Re: Was wird aus uns Bullifahrer in der Zukunft

Beitrag von TottiP » 08.08.2017, 23:08

Ganz ehrlich: ich habe für mich noch nicht den heiligen Gral gefunden. Letztlich ist alles irgendwo ein Kompromiss. Und ob der dann in den Einklang mit Umwelt/Bedarfsabdeckung/Wirtschafftlichkeit zu setzen ist, bedarf streng genommen einer Einzelfallbetrachtung. Irgendwas bleibt ein stückweit immer auf der Strecke.
Gruß, Totti
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Re: Was wird aus uns Bullifahrer in der Zukunft

Beitrag von Papajupe » 08.08.2017, 23:32

kolofonium hat geschrieben:@bernd68
schon mal nen M3 eine Woche im Stadtverkehr bewegt? Schon mal versucht, in so einer Schachtel einen ausgewachsenen Kontrabass zu transportieren?
Fragen über Fragen und täglich werden es mehr.... :sun

Gruß
kolo

der jetzt zum elektrischen Verkehrshindernis wird :tl
Schlagzeug und Gitarre sollten auch noch rein passen :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Es hatt ja mal E85 Sprit gegeben. Mit kalten WBX bescheiden angesprungen, aber im warmen Zustand kein Unterschied in der Leistung bemerkt.
Und ich vermute das auch LPG irgendwann Verschwinden wird.
Warum?
Weil dafür keine positive Werbung gemacht wird.

Gruss Stefan
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Re: Was wird aus uns Bullifahrer in der Zukunft

Beitrag von Bjoern » 09.08.2017, 00:20

Ich glaub ich muss hier auch mal meinen Sinn dazu geben:

Das Problem mit dem Wasserstoff ist im Moment die Herstellungsweise.
Hergestellt wird das ganze aus Methan (Erdgas!).
Will man das nu ändern, könnte man (theoretisch) Biogas (ca 50:50 Methan und... CO2) statt Methan nehmen, da sind nur leider so viele Verunreinigungen drin, dass der Katalysator vergiftet wird. Also doch nichts.

Bleibt Elektrolyse mittels Brennstoffzellen. Wirkungsgrad ist wenn ich mich recht erinner noch recht ok, aber: Für die ORR brauchst du Platin, damit unfassbar teuer. Kennt irgendwer die lustigen kleinen Brennstoffzellen für Wohnmobile? 5k € und du bist dabei... ich denke jeder kann sich selber ausdenken wie teuer eine entsprechende Menge an Brennstoffzellen ist.
Elektrolyse mittels 2 Drähten in Wasser geht theoretisch auch, aber der Wirkungsgrad.. eieiei.

Dann ist auch noch H2 gut flüchtig - wenn du "nur" 20% Verlust hast, kannst du froh sein. Mal abgesehen davon, dass sich das evtl noch irgendwo anreichern kann und dann machts bumm.
Verbrennst du nu das H2 in nem normalen Motor, hast du nochmal höhere Temperaturen als mit nem Diesel --> NOx OLE!
Also auch doof. Brauchst also auch wieder ne TEURE Brennstoffzelle, dann am besten noch ne Bufferbatterie und Elektromotoren.

Dann gibts die Option mit den Batterien.
Lithium gibts viel, das sind irgendwelche Ammenmärchen, das das ein Problem wäre. Die Batterien sind nicht ganz ungefährlich, aber jetzt im Ernst: Wenn ich die Wahl habe zwischen Lithiumbatterie und ner H2 Flasche - ich nehm die Lithiumbatterie.
Zum Thema Umweltverschmutzung durch die Batterien, das kommt primär darauf an wo mit welchen Standards gebaut wird. Wichtig wäre eine funktionierende Recyclingkette, aber was bei Kühlschränken klappt klappt ja wohl hoffentlich auch mit Autobatterien.
Laden, Entladen und Elektromotor kommen auf einen Wirkungsgrad von 90% oder so wenn es gut läuft, und zusätzlich kann noch Energie beim Bremsen mittels Rekuperation zurückgewonnen werden. Entsprechend wenig Energie verbraucht ein Elektroauto.
Selbst wenn man hingehen würde, den Diesel in einem Kraftwerk abfackelt, damit dann das Auto läd und dann rumgurkt, hat man noch >50% Diesel gespart. Mal davon ab, dass die Kraftwerke _wesentlich_ bessere Abgasreinigungssysteme haben als Autos.

Bei einem H2 Auto sieht das schon wieder ganz anders aus, durch die ganzen Verluste ist das ein Nullsummengeschäft.

Dann kommt noch dazu, das das Volltanken eines H2 Autos einfach mal länger dauert als das Laden mit dem Supercharger vom Tesla. Da ist nichts mit Tankdeckel auf, reinlaufen lassen, fertig. Da braucht es erstmal eine Dichtigkeitsprüfung, und dann kann man auch nur langsam tanken weil ansonsten der Tank platzt / der Schlauch vereist / etc.

IMHO sind die Hauptprobleme der E-Autos im Moment die fehlenden Standards was Ladestationen angeht, sowie der Unwillen Ladestationen aufzubauen, die mit einem Bezahlsystem funktionieren. Da sehe ich irgendwo unsere Politik in der Pflicht. Musk hat seine Patente freigegeben - nichts hält uns davon ab, einfach mal zu sagen: Alle E-Autos müssen mit Anschluss für Supercharger für unterwegs + 220V für zu Hause ausgeliefert werden, und dann noch Zwang zur EC-Karte als Zahlungsmittel. Für alle anderen Tankmethoden gibt es eine DIN-Norm - wo ist die für Lader? Unverständlich sowas.

--

Das Hauptproblem sehe ich allerdings in der Art der Mobilität in Deutschland. Wenn jede Stadt am Autobahnzubringer einen großen, kostenlosen Parkplatz hat, von dem man aus mit einem funktionierenden Nahverkehr weiterverteilt wird, wäre viel gewonnen. Aber das rechnet sich halt einfach nicht. Wenn ich entweder 30min im Stau stehe und dann in der kostenlosen firmeneigenen Garage parken darf oder stattdessen 10€ für den Parkplatz bezahle + nochmal 3€ pro Strecke für die S-Bahn... nee. Grad in so Städten wie Stuttgart könnte man damit viel regeln.
In Karlsruhe ging das super als ich studiert habe, wenn ich mal mit dem Auto nach Ka gefahren bin hab ich das immer auf dem Messplatz stehen lassen und bin in die S-Bahn gehüpft, die von da auf direktem Weg zur Uni fährt. Je nach Tageszeit gerne mal 10min gespart, aber: Ich musste halt für die S-Bahn nichts bezahlen weil ich eh nen Semesterticket hatte.

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Re: Was wird aus uns Bullifahrer in der Zukunft

Beitrag von p40p40 » 09.08.2017, 10:40

Bjoern hat geschrieben:
Das Hauptproblem sehe ich allerdings in der Art der Mobilität in Deutschland. Wenn jede Stadt am Autobahnzubringer einen großen, kostenlosen Parkplatz hat, von dem man aus mit einem funktionierenden Nahverkehr weiterverteilt wird, wäre viel gewonnen. Aber das rechnet sich halt einfach nicht. Wenn ich entweder 30min im Stau stehe und dann in der kostenlosen firmeneigenen Garage parken darf oder stattdessen 10€ für den Parkplatz bezahle + nochmal 3€ pro Strecke für die S-Bahn... nee. .
Genau da liegt das eins der Probleme . Wohne 17 km außerhalb. Zug hin und zurück 7,80€ für den Preis fahre ich 3-4mal mit den Auto alleine rein .
Es wird zwar immer vorgerechnet was ein Auto so kostet . Verschleiß Wartung Wertminderung Versicherung Steuer u.s.w. dass habe ich aber auch wenn ich mit dem Zug fahre ( Verschleiß nicht ) Aber es geht auch anders vor ungefähr 20 Jahren gab es mal von der Bahn so ein Wochenendticket für 15 DM ( 7,67€ ) für bis 5 Erwachsene und die Zuge waren voll . Jetzt kostet es 40€ für 1 Tag .
Aber die Bahn wurde ja privatisiert und soll Gewinne machen , da wird gespart und auf das gesetzt was Profit bringt ( Güterverkehr ) Alles andere steht hinten an . Und wenn"s um Profit geht steht die Umwelt mal wieder hinten an . Aber auch hier kann der einzelne von uns wenig machen .
So wie ich das hier sehen kann ich als Bullyliebhaber momentan nur abwarten und blöd schauen !
LG Markus
PS : Bei den neuen Eintauschprämien der Autoindustrie alt gegen Neu .
Wurde schon von unabhängiger Seite gewarnt sich noch keinen Diesel zu kaufen ! Das neue Prüfverfahren der WLTP kommt erst ab September 2017

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Re: Was wird aus uns Bullifahrer in der Zukunft

Beitrag von ratmillakilla » 10.08.2017, 11:14

p40p40 hat geschrieben:
Bjoern hat geschrieben:
Genau da liegt das eins der Probleme . Wohne 17 km außerhalb. Zug hin und zurück 7,80€ für den Preis fahre ich 3-4mal mit den Auto alleine rein .
Es wird zwar immer vorgerechnet was ein Auto so kostet . Verschleiß Wartung Wertminderung Versicherung Steuer u.s.w. dass habe ich aber auch wenn ich mit dem Zug fahre ( Verschleiß nicht )
Wenn du mit der Bahn fährst und dann trotzdem dein Auto behältst, lohnt sich das natürlich tatsächlich nicht so richtig. Und das ist im Prinzip das Hauptproblem. Das Auto wird halt behalten, und weils schon mal da ist dann auch benutzt. So kann man sich das immer schönreden weils einfacher ist.

Solange sich die Gesamtzahl der Autos in Deutschland nicht verringert, sonder es eher mehr werden, werden sich bessere Nahverkehrsysteme etc. auch nicht durchsetzen. Und weniger Staus gibt's erst recht nicht.

Und für die Umwelt ist das auch ne Milchmädchenrechnung. Ich verschrotte einen Dieselstinker und dafür stelle ich zwei neue auf die Straße die in Summe das gleich verbrauchen. Tolle Rechnung :gr

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Re: Was wird aus uns Bullifahrer in der Zukunft

Beitrag von p40p40 » 10.08.2017, 23:19

ratmillakilla hat geschrieben:[q
Wenn du mit der Bahn fährst und dann trotzdem dein Auto behältst, lohnt sich das natürlich tatsächlich nicht so richtig. Und das ist im Prinzip das Hauptproblem. Das Auto wird halt behalten, und weils schon mal da ist dann auch benutzt. So kann man sich das immer schönreden weils einfacher ist.
Soll ich mein Auto hergeben ich Wohne auf dem Land und bin Selbständig soll ich mit dem E- Bikes + Anhänger kommen und wenn ich ein Teil vergessen habe fahre ich schnell in die Werkstatt und komme in 3 Stunden zurück wenn du die Zeit bezahlst habe ich kein Problem damit !
LG Markus

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