T4 Syncro höherlegen und neue Bereifung

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HiA
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T4 Syncro höherlegen und neue Bereifung

Beitrag von HiA » 06.05.2020, 11:15

Hallo zusammen,

wir haben uns gerade einen T4 Syncro California Coach zugelegt. Wir planen eine längere Reise nach Asien (Georgien/Azerbaijan/Kasachstan/Usbekistan) und möchten den Bulli entsprechend zu einem gewissen Teil auch Offroad tauglich machen und lassen ihn gerade mit Seikel höherlegen.

Nun stellt sich für mich die Frage nach der richtigen Bereifung. Derzeit haben wir folgende Rad/Reifen-Kombination 225/60R16. Bei dem Thema bin ich leider bisher noch absoluter Laie. Wir haben also 16 Zoll Felgen (Alu) drauf. Nun wurde mir dazu geraten besser auf Stahlfelgen zu wechseln, da robuster und im Falle eines Schadens in oben genannten Ländern leichter zu ersetzen, klingt erstmal logisch für mich.

Auf der Suche nach der richtigen Bereifung bin ich immer wieder auf den BFGoodrich All Terrain (Welche Alternative wären noch interessant?) gestoßen und den gibt es ja nun in vielen unterschiedlichen Größen. Wenn wir also eh die Felgen wechseln, dann stellt sich natürlich auch die Frage nach der optimalen Größe der Bereifung für unser Vorhaben. 15 Zoll oder 16 Zoll, 215 oder 225 Breite, 70 oder 75 Höhe... ich bin etwas überfordert. ;-)

Würde gerne eure Meinungen dazu hören und mich über einen Gedankenaustausch freuen.
Zuletzt geändert von HiA am 06.05.2020, 17:27, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: T4 Syncro höherlegen und neue Bereifung

Beitrag von TottiP » 06.05.2020, 12:47

Meine Meinung: fahrt Serienbereifung. Alles andere kompensiert auch nicht ein eventuelles Unvermögen, die Straße zu lesen. Lasst es bei 16", auch hätte ich mit den Alus weniger Bedenken. Wenn es eine zerlegt geht die Reise eben mit einer grade verfügbaren weiter... :kp

Schaut Euch auch . https://motorradreise.blog/fahrzeuge ... ymobil/ mal an. Die beiden leben in dem t4. Und der war im ersten Leben eine Postkutsche...
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Re: T4 Syncro höherlegen und neue Bereifung

Beitrag von Sir Kiebitz » 07.05.2020, 15:53

Bei Leibe bin ich kein Profi, will meine Erfahrungen und Gedanken jedoch trotzdem beisteuern:

HiA hat geschrieben:
06.05.2020, 11:15
Auf der Suche nach der richtigen Bereifung bin ich immer wieder auf den BFGoodrich All Terrain (Welche Alternative wären noch interessant?) gestoßen
Aus dem Landcruiserbereich kann ich nach gewisser Erfahrung und diverser Konversation im Buschtaxiforum sagen, dass die aktuellen Modelle der BFGoodrich AT² (Offroad-AT-Profil) den General Grabber AT³ (seit dem AT³ SUV-Profil) hinsichtlich Traktion vor allem auf Matsch vorzuziehen sind.

Auch das Abriebverhalten ist nach Praxisbericht eher gering, dafür sollen sie jedoch nach ca. 3 Jahren relativ hart werden und die Traktion bei kaltem Wetter in Verbindung mit feuchtem Grund deutlich schlechter werden.

Eure Richtung der Reise klingt aber eher trocken und felsig. Wenn ich micht nicht irre.
Daher würde ich primär Wert auf Traktion in trockenem Gelände sowie der Widerstandsfähigkeit ggü. scharfkantigen Gegenständen (Felsen, etc) legen. Es gibt z.B. Reifen mit extra Kevlarverstärkung an den Flanken.
Erkundigt Euch doch mal nach aktuellen Erfahrungen in diveren Off-Road-Foren. Vielleicht hilft Euch da jemand auch mit mehr Erfahrung weiter.

Entscheidungskriterien Reifen: Befahrenes Gelände (Art, Beschaffenheit), Arten der Beanspruchung, zu erwartende Wetterverhältnisse, ...


HiA hat geschrieben:
06.05.2020, 11:15
Nun wurde mir dazu geraten besser auf Stahlfelgen zu wechseln, da robuster und im Falle eines Schadens in oben genannten Ländern leichter zu ersetzen
Bei Reisen auf lange Strecke und mit diversem Expeditonsequipment ist irgendwann das Thema "Gewichtseinsparung" relevant. Bei Euch auch? Alus sind u.U. leichter als Stahlfelgen. Und wegen Ersatz: Ihr habt ein Ersatzrad dabei. In der nächst größeren Stadt bekommt man sicher eine entsprechende Ersatzfelge, wenn vlt. auch nicht das exakt gleiche Design.

Macht man ihr mit Eurem T4 Strecken, bei denen die Felgen an sich gefährdet wären? Oder seid Ihr nur auf unbefestigten Wegen unterwegs?
Meiner Einschätzung nach reichen Alufelgen in Eurem Fall. Doch das ist nur meine Einschätzung. Kein Urteil.

Entscheidungskriterien Felgen: Gewicht, Haltbarkeit, Reparaturfähigkeit, Wiederbeschaffbarkeit, ...


Wie auch immer Ihr Euch entscheiden werdet, viel Erfolg beim Vorbereiten, viel Glück auf der Reise und allzeit gute und sichere Fahrt!

Godspeed

Sir Kiebitz

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Re: T4 Syncro höherlegen und neue Bereifung

Beitrag von Q-Master » 12.05.2020, 11:58

Ich kann nur von einem T5 2WD berichten.

Ich hab die General Grabber AT3 in 215/65 16 auf dem Bus.
Das ist eine Standardgrösse für den T5.
Sind Ganzjahresreifen und laufen recht leise.
Auf Sondergrößen und speziellle Felgen würde ich auch verzichten.

Die 65er Höhe ist schon recht „weich“, mit einem Hochdach T5 (Höhe 2,65m) ist es da vorbei mit sportlich ums Eck.
Ich finde den Reifen komfortabel auch auf Schotterstrecken..

Hat bei matschigem Feldweg und nasser Wiese guten Gripp.
Mit normalen Strassenreifen wäre ich sicher nicht so weit gekommen.
Richtiges Gelände bin ich nicht gefahren, war auch nicht der Anspruch.

Bei den Felgen würde ich mir auch nicht so die Gedanken machen.
Eine Stahlfelge verbiegt halt, Alu bricht.
Ne Stahlfelge kann man provisorisch richten und im Zweifelsfall nen Schlauch einziehen.
Macht man aber wohl eher nicht, es gibt ja nen Ersatzreifen.

Da würde ich eher Flickzeug einpacken. Das man sich einen Reifen platt fährt kann schon passieren.
Gruß Stephan,
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Re: T4 Syncro höherlegen und neue Bereifung

Beitrag von HiA » 12.05.2020, 17:27

Vielen Dank erstmal für eure Antworten!

In den letzten Tagen hatte ich Kontakt mit der Firma Seikel. Wenn ich denen glauben schenken darf, dann bekomme ich mit der Seikel Höherlegung nur TÜV wenn ich bestimmte Felgen drauf habe. Das verwirrt mich ehrlich gesagt etwas...

Folgende Antwort haben ich von Seikel bekommen:
Sehr geehrter Herr Mink,

die von Ihnen aufgeführten Reifen Dimensionen sind nicht im Teilegutachten hinterlegt.

Wir empfehlen für die Verwendung der Dimension 215/70R16 die Original Volkswagen Felgen 7D0 601 025 B oder7D0 601 027 D.

Allerdings stehen die genehmigten und mögliche Felgen nicht mehr als Ersatzteil (Neu) zur Verfügung, im Umbaufall muss diese, möglicherweise gebraucht beschafft und durch Sie dem Umbau beigestellt werden.

Wenn Sie die 15‘‘ Felgen haben können Sie die Reifendimension 215/75R15 oder die 225/70R15 montieren. Jedoch ist im Teilegutachten nur folgende Felge hinterlegt: Stahlfelge 7D0 601 027.
Allerdings stehen die genehmigten und mögliche Felgen nicht mehr als Ersatzteil (Neu) zur Verfügung, im Umbaufall muss diese, möglicherweise gebraucht beschafft und durch Sie dem Umbau beigestellt werden.
Kann das sein? Bekomme ich mit meinen vorhandenen Felgen also keinen TÜV, wenn ich z.B. den BF Goodrich AT LT225/70R16 102/99R aufziehe?
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Re: T4 Syncro höherlegen und neue Bereifung

Beitrag von Q-Master » 12.05.2020, 18:07

Das kann schon sein, denn das Gutachten für die Höherlegung hat ja bestimmte Rahmenparameter.

Da kann man nur versuchen eine Lösung zusammen mit Seikel und/oder dem TüV zu finden.
Gruß Stephan,
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Re: T4 Syncro höherlegen und neue Bereifung

Beitrag von puckel0114 » 12.05.2020, 18:27

Das ist normal bei Fahrwerken.
Auch bei Tieferlegungsfahrwerken wird immer von Originalfelgen ausgegangen.
Alles andere muss dann nachträglich bzw. zusätzlich eingetragen werden.
Gruß aus Bielefeld
Volkmar

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Re: T4 Syncro höherlegen und neue Bereifung

Beitrag von neujoker » 12.05.2020, 20:00

Als erstes solltest du mal genau schauen oder definieren, was du für ein Auto mit welcher Bremse hast, denn auf manche Bremse im T4 geht gar kein 15"-Rad.

Und dann solltest du dein Auto möglichst wenig gegenüber Serie in der Technik modifizieren, wenn du dich selbst nicht damit auskennst. Vor Ort bist du dann auf die dortigen Werkstätten und den dortigen Teilemarkt angewiesen.
Für deine Seikelfedern bekommst du dann bei z.B. einem Federbruch gar keinen Ersatz bzw. zumindest nicht relativ schnell.

Sei für die Reise bescheiden mit der Zuladung und du hast automatisch mehr Bodenfreiheit als mit einem überladenen Seikelfahrwerk. Wobei sich meine Argumentation nicht gegen Seikel richtet sondern nur Beispielhaft die Situation beschreiben soll.

In den genannten Ländern fahren die Fahrzeuge auch im Serienzustand.
Ich wünsche allen unfall- und störungsfreie Fahrt mit dem VW-Bus
Joachim
Von mir ev. gesetzte Lieferanten-links sind keine Empfehlung sondern Beispiel für die Verfügbarkeit von Teilen.
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