Fragen zu leckendem Getriebe am AAB

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StephanJX
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Fragen zu leckendem Getriebe am AAB

Beitrag von StephanJX » 03.06.2020, 11:12

Moin,
ich bin normal im T3-Forum unterwegs, hab aber ein paar Fragen für einen Freund, der sich eventuell einen '95er T4 California Coach mit AAB Motor kaufen will (78PS, 2,4l Saugdiesel). Ich hab mich gestern mal unter das Auto gelegt, und das sieht soweit alles gut oder machbar aus, aber beim Getriebe weiss ich zu wenig. Kann mir jemand weiterhelfen?
- Wahrscheinlich Standard 5-Gang-Schaltgetriebe für den AAB (Kennbuchstabe weiss ich noch nicht)
- das Getriebe scheint an der Naht im Diff Öl zu verlieren.
- Ausserdem scheinen die beiden Dichtringe um die Flanschwellen herum fertig zu sein, da ist es auch auf beiden Seiten ziemlich feucht.

Meine Fragen:
- Läuft das Diff im gleichen Getriebeöl wie das Getriebe? Gehe ich mal von aus.
- Die Dichtungen an den Flanschwellen hab ich mal selbst an einem Audi A2 getauscht. Da war die Flanschwelle mit einer Zentralschraube im Diff befestigt. Ist das hier genauso? Also nur Flanschwelle raus, Dichtung tauschen, Dichtfett rein, Flanschwelle rein, und mit dem richtigen Drehmoment wieder vorspannen? Oder braucht man da Spezialwerkzeug, und muss vielleicht noch was einstellen?
- Sind die Flanschwellen normalerweise eingelaufen und lecken darum, oder kann man die normalerweise wiederverwenden?
- Kann man das Gehäuse vom Diff öffnen, ohne das ganze Getriebe zerlegen zu müssen, und ohne danach wieder alles mögliche einstellen zu müssen? Oder ist das eine Riesen-OP?
- wie sieht die Dichtung dort aus? Ist das bloss Dichtpaste auf den Metallflächen, oder gibts da eine Dichtung?

Danke schon mal für die Info! Cheers, Stephan
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Re: Fragen zu leckendem Getriebe am AAB

Beitrag von Sir Kiebitz » 04.06.2020, 16:35

Zur Wellendichtung und deren Tausch:
https://www.t4-wiki.de/wiki/Gelenkwelle

Bei meinem verstorbenen AAB war das auch ein Thema. Undicht an der rechten Wellendichtung zum Getriebe.

Mir hat ein befreundeter, junger KFZ-Meister geholfen. Seine Werkstatt war mit Bühne und allen Werkzeugen besser ausgerüstet und er wusste mit welcher Dosis er die Gewalt beim Wegbau des Fahrwerkes anwenden musste.

Es war (wenn meine Erinnerung nicht trügt) möglich, das Gelenk mit der Welle getriebeseitig zu demontieren, ohne dass man die Welle an sich entfernen musste. Wir haben sie radseitig am Gelenk dran lassen können.
Frag mich bitte nicht, wie wir das genau gemacht hatten, ist schon ein paar Jahre her.

Nachdem wir den Dichtungsring gewechselt hatten, ging auch einige Zeit alles gut und die Verbindung blieb dicht.
Doch nach einem halben Jahr wurde sie wieder undicht. Fehler beim Einbau schließe ich vornehmlich aus.

Ein weiterer KFZ-Meister mit einigen Jahren mehr Erfahrung sagte mir dann, es kann sein, dass bei hohen Laufleistungen (der Bus hatte 380 tkm) auch die Gelenke ausgeschlagen sein können und dadurch die Welle die Dichtung bearbeitet und sie dadurch wieder den Geist aufgibt. Daher empfiehlt er bei dieser Art von Undichtigkeit den Wechsel des Gelenks mit.

Dies als Beitrag aus meiner Erfahrung bisher. Die richtigen Profis hier können Dir bestimmt noch mehr dazu kredenzen und auch Deine weiteren Fragen beantworten.

Viele Grüße und viel Erfolg.

StephanJX
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Re: Fragen zu leckendem Getriebe am AAB

Beitrag von StephanJX » 04.06.2020, 23:47

Moin,
Danke schon mal!
Wenn ich das richtig verstehe, habt ihr die Flanschwelle selbst damals nicht getauscht, das macht mir schon mal Hoffnung. Die Gleichlaufgelenke waren bei der Testfahrt unauffällig, vielleicht kommen wir dann wirklich mit den Dichtungen als Ersatzteile aus.
Mal schauen, ob sich noch jemand meldet, der weiß wie genau die Flanschwellen befestigt sind (laut Wiki scheint die linke ja nur eingesteckt zu sein), und wie das Getriebe an der Naht am Differential gedichtet ist.
Falls mein Kumpel den Bus kauft, werden wir wohl sowieso das Getriebe raus nehmen und die Kupplung tauschen. Die rupft so arg, dass wir bei der Probefahrt wie ein Känguru vom Hof gehoppelt sind...
Cheers, Stephan 😀
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