Erster Motorstart nach Restoration

Hier gibt es technische Dinge, die nicht eindeutig einem Fahrzeug zugeordnet werden können....

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johnson
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Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von johnson » 09.05.2020, 11:55

Hey leude,

hab mein Motor ( Vw t3; CJ , 70Ps, 2liter) endlich wieder zusammen gesteckt und eingepflanzt.
Jetzt will ich ihn bald das erstemal starten, doch vorher wollte ich gerne noch wisssen was zu beachten ist.
Hab gehört, erstmal Öldruck aufbauen (ohne Zündung) und damit Luft entweichen kann den Öldruckschalter ausbauen (oder Ölfilter)
Ist dies korrekt?
Und mit dem "ohne Zündung" starten, wie ist das genau gemeint? Einfach Zündkabelabziehen? Die müssen doch irgenwie an masse gelget werden oder?

Was ist noch so zu beachten?

Viele viel Grüße an alle :)

Jan.

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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von puckel0114 » 09.05.2020, 16:12

Lass mal den öldruckschalter drin, wie willst du sonst wissen, dass Öldruck anliegt?

Du ziehst entweder klemme 50 an der zündspule ab, oder ziehst das Zündkabel von der Spule ab.
Sinnvoll ist auch ohne Kerzen den Motor zu drehen, dann hat es der Anlasser leichter.
Gruß aus Bielefeld
Volkmar

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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von T2NJ » 09.05.2020, 18:32

puckel0114 hat geschrieben:
09.05.2020, 16:12
Du ziehst entweder klemme 50 an der zündspule ab
Kein Irrtum? Vielleicht besser Klemme 1 abziehen. (50 gibt es am Magnetschalter)
puckel0114 hat geschrieben:
09.05.2020, 16:12
… oder ziehst das Zündkabel von der Spule ab.
Dann aber bitte das Kabel an Masse legen, sonst schlägt der Zündfunke sonst wo über und bildet eine Grundlage für die nächste Panne.
puckel0114 hat geschrieben:
09.05.2020, 16:12
Sinnvoll ist auch ohne Kerzen den Motor zu drehen, dann hat es der Anlasser leichter.
Das hat auch den Vorteil, dass der Auspuff frei von Benzin-Luftgemisch bleibt. Ansonsten kann es mächtig knallen beim ernsthaften Erststart mit aktivierter Zündung.
Freundliche Gruesse aus Algermissen
Norbert

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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von bullifried » 09.05.2020, 19:15

... oder nichts dergleichen machen und einfach starten. :-bla
Das Öl kommt dann schon.
:bier

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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von santschi » 10.05.2020, 01:31

bullifried hat geschrieben:
09.05.2020, 19:15
... oder nichts dergleichen machen und einfach starten. :-bla
Das Öl kommt dann schon.
:bier
Hab ich letzten Herbst auch so gemacht.





Öl kam nicht. Dafür ist am Motor jetzt alles quasi neu. Öldrucklampe kam nicht, Schalter war defekt.

Ölfilter ab. Motor drehen lassen bis öl raussuppt. Ölfilter drauf, ggf vorfüllen mit Öl, Motor drehen lassen. Danach starten.
Tut nicht weh, braucht kaum Zeit und hätte mir einiges an Kohle gespart.

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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von 14Feuerwehr245 » 10.05.2020, 14:35

Moin Jan,

Ölfilter ab ist keine gut Idee das gibt nur Ölflecken.
Filter füllen anschrauben, Zündkabel vom Verteiler abziehen, orgeln bis die Öllampe aus geht dann liegt Öldruck an. Zündkabel aufstecken starten wen alles richtig eingestellt ist(ZZP) sollte er starten.
Falls Du die Hauptlager, Nockenwellenlager, Kolben, Ringe und dgl. erneuert hast würde ich ihn fünfzehn Minuten bei ca. 2000 U/min laufen lassen.
Die ersten 500km keine Volllastfahrten machen, lieber schöne Überlandfahrten in unterschiedlichen Drehzahlbereichen und dann die schwarze Ölbrühe mit Filter ablassen und einen Ölwechsel durchführen.
santschi hat geschrieben:
10.05.2020, 01:31
bullifried hat geschrieben:
09.05.2020, 19:15
... oder nichts dergleichen machen und einfach starten. :-bla
Das Öl kommt dann schon.
:bier
Hab ich letzten Herbst auch so gemacht.m





Öl kam nicht. Dafür ist am Motor jetzt alles quasi neu. Öldrucklampe kam nicht, Schalter war defekt.

Ölfilter ab. Motor drehen lassen bis öl raussuppt. Ölfilter drauf, ggf vorfüllen mit Öl, Motor drehen lassen. Danach starten.
Tut nicht weh, braucht kaum Zeit und hätte mir einiges an Kohle gespart.
Hier die schwarze Brühe:
viewtopic.php?f=1&t=102137&start=200

Guten Wirkungsgrad und frohes Starten :sun

Schöne Grüße von der Wasserkunst an der Leine
Viktor Wiesel(flink) inc.
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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von johnson » 10.05.2020, 19:58

Hey hey :) find es immer wieder erstaunlich und cool wie viel antworten, danke an alle auch für die private message,

hab euren rat befolgt doch leider ist er noch nicht angesprungen, denn die benzinpumpe fördert leider kein sprit.
Aber immerhin er ist nicht explodiert ;)
Hab die Pumpe wieder ausgebaut und per HAnd betätigt, dabei ist mir aufgefallen das sie zwar benzin einzieht aber direkt wieder auslässt und aus dem Ausgangsschlauch will einfach nichts raus kommen.

Meine Vermutung ist das die Absperrmembran kaputt ist, hab die damals leider nicht ausgetauscht.
B_pumpe.jpg

Liege ich da richtig ? Oder gibt es sonst noch Gründe dafür?

Haut rein :)

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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von johnson » 10.05.2020, 21:11

naja was auch immer es ist, ich glaub, da es keine reperatur teile mehr gibt, muss ich mir eh n neue pumpe kaufen...

was hier mit ?
Gut oder schlecht?
https://www.bus-scheune.de/VW-Bus-T3-Er ... 50660.html

BEste grüße :bier

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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von bullifried » 10.05.2020, 21:53

Kaufen, einbauen, testen. Und: nach zehn Jahren Bericht erstatten. :-bla
:bier

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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von PHo » 11.05.2020, 07:47

T2NJ hat geschrieben:
10.05.2020, 20:32
johnson hat geschrieben:
10.05.2020, 19:58
Meine Vermutung ist das die Absperrmembran kaputt ist
Hmm, ausschließen kann ich das aus der Entfernung nicht wirklich.
Für mich hört sich das aber so an, als ob das Saugventil womöglich eine Macke hat.
Bild mangels Urheberechten gelöscht. Wir haben schon genug Ärger am Popo!
Gruß aus der Moderation, PHo
Gruß,
Peter

Mein positiver Wunsch in dieser verrückten Zeit:
Bleibt negativ

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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von VW220 » 19.05.2020, 21:54

Hi
In den letzten Jahrzehnten stand mein Bus (CU 70PS, Doppelvergaser) auch immer recht viel und länger rum. Wenn ich nach dem Winter oder längerer Standzeit das erste mal starte mache ich neuerdings die Benzinschläuche an den Vergasern ab und fülle erst mal die Vergaser mit Brennstoff aus der Injektionsspritze. Dann springt er binnen Sekunden an, egal wie lange er gestanden hat.

Ohne diese Vorgehensweise orgelt er minutenlang und eine nicht ganz neue Batterie ist dann leer.
Der Anlasser mag sowas auch ganz und garnicht.

Bei meinem Neuen habe ich ein y-Stück vor den Vergaser gesetzt von dem aus ich Benzin einspritzen kann. Sieht blöd aus hilft aber ungemein da ich den Motordeckel nicht mehr öffnen muss sondern dies durch die Wartungsklappe erledigen kann.

Wenn mir irgenwann eine elektrische Niederdruckpumpe über den Weg läuft kommt die in einen Bypass zur orginalen PPE und wird dann über einen Taster im A-Brett kurz angesteuert um die Vergaser zu fluten.

Grüße
VW220

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Re: Erster Motorstart nach Restoration

Beitrag von burger » 20.05.2020, 15:41

Naja ein frisch überholter Motor sollte aber auch nicht gleich anspringen.
Die Tipps waren meiner Meinung nach weitestgehen richtig.
Immer erstmal Öldruck aufbauen, wenn Ölfilter leer eingebaut kann das länger dauern. Kerzen besser raus. Einfach Prüflampe an den Öldruckschalter und gegen Plus halten (Oder Zündung Klemme 15). Wenn lampe aus- Punkt 1 erledigt.
Wenn die Zündung verstellt ist was nach einer Revision meistens der Fall ist dafür sorgen das die Zündung grob passt (gibt da ja mehrere Möglichkeiten, u.a. auch wieder mit der Prüflampe).
Dann Gemischsystem prüfen (Luftfilter ab), spritzen beide Vergaser bei Betätigung des Gaszuges ein? ->Schwimmerkammer gefüllt, erledigt
Dann erst würde ich loslegen, vorher vielleicht noch kontrollieren ob es irgendwo Leckagen gibt (Öl oder Benzin).
Wichtig: Wurde die NW/Stössel erneuert einlaufen bei 2500-3000 u/min für 10min!
Gruß aus OWL,
Markus

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